WIRTSCHAFT: ROUNDUP: Getränkehersteller überschütten Kronen mit Bestellungen

neue Reise Tod gekröntKurz nach Handelsbeginn legte die Aktie um mehr als vier Prozent zu, konnte das Niveau aber nicht halten. Zur Mittagszeit lag sie noch rund 2,5 Prozent im Plus bei 88,35 Euro und damit dem stärksten Titel im Small-Cap-Index SDax, der deutlich nachgab. Seit Jahresbeginn hat er rund acht Prozent verloren.

Das Bankhaus Metzler hat seine Empfehlung für die Krones Aktie nach den Quartalszahlen und einem Kursziel von 105 Euro von „Halten“ auf „Kaufen“ angehoben. Analyst Stefan Bauer schrieb, dass sich der Konzernumbau auszahle. Andere Banken und Analysten haben ihre Kaufempfehlungen wiederholt, schreiben der Zeitung aber bereits Kurse um die 120 Euro und mehr zu.

Im zweiten Quartal entwickelte sich Crohns durchweg besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz wachse gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf knapp 998 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Morgen in Neutraubling bei Regensburg mit. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 44 Prozent auf 88 Millionen Euro. Der Gewinn belief sich auf 43 Millionen Euro, eine Steigerung von 79 %.

Vor neuen Aufträgen kann sich das Unternehmen derweil kaum retten. Krones hat im zweiten Quartal Aufträge im Wert von mehr als 1,55 Milliarden Euro eingefahren, den Rekordwert des ersten Quartals aber nicht knapp übertroffen. Bis Ende Juni war der Auftragsbestand auf 3 Mrd. € gestiegen und damit doppelt so hoch wie im Vorjahr.

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Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand hingegen zuversichtlicher. Nicht nur das Umsatzwachstum, auch die operative Marge sollte die im Frühjahr angekündigten maximalen Zielkorridore erreichen.

Damit soll der Umsatz von 3,6 Milliarden im Vorjahr auf rund 3,9 Milliarden Euro steigen. Neun Prozent davon sollen nun als Betriebsgewinn übrig bleiben. Dadurch wird das Betriebsergebnis von 313 Mio. € auf rund 351 Mio. € steigen. Im Schnitt haben Analysten bereits mit Werten in dieser Größenordnung gerechnet.

Inzwischen machen sich auch bei Krones gestiegene Material- und Versandkosten bemerkbar. Die Produktionskapazitäten seien stabil, aber nicht voll ausgelastet, teilte das Unternehmen mit und verwies auf die weltweite Materialknappheit und angespannte Lieferketten. Dass das Betriebsergebnis dank der gesteigerten Effizienz dennoch gestiegen ist. Darüber hinaus wirkten sich erste Preiserhöhungen positiv aus.

Angesichts hoher Einkaufspreise, des Ukraine-Krieges und hoher Inflationsraten in vielen Ländern sieht die Krones-Administration auch Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Epidemie ist noch unklar. Damit steht die Prognose unter der Bedingung, dass der Krieg in der Ukraine nicht weiter eskaliert, sich die Corona-Situation nicht zuspitzt und es zu keiner nennenswerten Energieknappheit kommt.

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