Vor Ferienbeginn: In Europa gibt es fast keine Corona-Auflagen

Stand: 22.06.2022 13:16 Uhr

Wer jetzt seinen Urlaub in Europa plant, muss mit den Einschränkungen durch das Corona-Virus oft nicht mehr rechnen. Denn trotz vielerorts steigender Fallzahlen gibt es in den meisten europäischen Ländern kaum Regeln zu beachten.

Während der Corona-Pandemie erließen viele Länder teils strenge Regeln zum Schutz der Menschen – inzwischen wurden aber immer mehr wieder aufgehoben oder sind ausgelaufen. so war es Dänemark Eines der ersten Länder in Europa, das die Corona-Beschränkungen fallen lässt. Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heonick bestätigte kürzlich unter anderem mit Blick auf anstehende Festivals, dass von einer Änderung im Sommer keine Rede sei. Allerdings stieg die Zahl der Neuinfektionen in Dänemark zuletzt erstmals seit Monaten wieder an, vor allem aufgrund der Prävalenz der BA.5-Variante Omicron.

Frankreich, Großbritannien und die Türkei ohne Maskenpflicht

Darüber hinaus Frankreich Obwohl auch die Fallzahlen steigen, wird über die Wiedereinführung von Schutzmaßnahmen noch nicht diskutiert. Vollständig geimpfte Personen können mit dem entsprechenden Führer nach Frankreich einreisen. In Deutschland ist der seit langem obligatorische digitale Impfpass für den Besuch von Veranstaltungen oder Restaurants nicht mehr erforderlich. Die Maskenpflicht wurde abgeschafft, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.

in Großbritannien Auch Urlauber können in diesem Sommer wieder ohne Maske Bus und Bahn fahren. Es besteht keine Verpflichtung, Patienten zu screenen und zu isolieren. Sie können nun ohne Corona-Hindernisse ins Land einreisen – ein Impfnachweis ist nicht mehr notwendig. Die täglich gemeldeten Zahlen spiegeln jedoch nicht mehr das tatsächliche Infektionsgeschehen wider. Ein besseres Bild vermittelt der Wochenbericht des Landesamtes für Statistik, das regelmäßig eine Stichprobe der Bevölkerung testet. Demnach lag die Infektionsrate in England letzte Woche bei 2.000, dort hat also jeder 50. Mensch Corona, in Schottland sogar jeden 35.

Die Zahl der Corona-Neuerkrankungen ist gestiegen der Truthahn auf niedrigem Niveau angesiedelt. Derzeit werden landesweit etwa 7.500 Fälle pro Woche gemeldet. Es wird jedoch von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Alle Einreiseverfahren für die Türkei wurden Anfang Juni aufgehoben – es konnten keine Impfnachweise und kein PCR-Test nachgewiesen werden. Die Maskenpflicht entfällt.

Infektionen nehmen in Österreich und der Schweiz zu

in Österreich Seit Mitte Mai haben die Infektionen deutlich zugenommen. Die 7-Tage-Inzidenzrate stieg von etwa 170 auf mehr als 460 Fälle pro 100.000 Einwohner. Corona-Einschränkungen oder Maskenpflichten gibt es aber weiterhin nicht – mit Ausnahme von Wien, wo in öffentlichen Verkehrsmitteln Mund und Nase bedeckt sein müssen. Bei der Einreise nach Österreich ist kein Corona-Nachweis erforderlich.

Ähnlich ist die Situation im Nachbarland Schweiz. Auch hier steigen die Infektionszahlen exponentiell, zuletzt bei 46 Prozent im Vergleich zu vor einer Woche. Aber alle vorbeugenden Maßnahmen wurden aufgehoben. Im ganzen Land finden Musikfestivals mit Tausenden von Besuchern statt, und es gibt derzeit keine Diskussion über die neuen Beschränkungen. Es gibt kein genaues Bild der aktuellen Situation in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit meldet die Zahl der Coronavirus-Fälle nur einmal pro Woche. Am Dienstag gab es einen Anstieg der laborbestätigten Fälle um mehr als 46 Prozent bekannt, aber die Zahlen beziehen sich auf das, was in der Woche vom 6. Juni passiert ist. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Menschen nicht mehr testen lassen, selbst wenn sie Symptome entwickeln.

Italien, Spanien, Griechenland: Masken im öffentlichen Verkehr

auch in Italien Inzwischen sind fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben, das Anmeldeformular entfällt. An Grenzen oder beim Betreten von Hotels, Restaurants, Bars, Diskotheken, Museen oder Behörden sind keine Impf- oder Rücknahmebescheinigungen mehr erforderlich. Die EU-Zertifizierung sollte nur in Einrichtungen des Gesundheitswesens, also vorrangig Krankenhäusern, erfolgen. Masken sollten nur in öffentlichen Bussen, U-Bahnen und Zügen getragen werden. Allerdings ist die Zahl der Infektionen zuletzt leicht gestiegen.

in Spanien Das Virus ist derzeit kein Problem. Es gibt keine COVID-19-Anforderungen mehr für die Ein- und Ausreise in die Europäische Union und den Schengen-Raum. Auch Infizierte müssen nicht mehr getestet werden und müssen nichts melden oder sich gar in Selbstisolation begeben. Die alten Schutzregeln gelten nur für Menschen mit Vorerkrankungen oder die über 60 Jahre alt sind. Deshalb tritt die Infektion nur sieben Tage lang bei Personen über 60 Jahren auf, da sie bei 300 liegt. Der einzige Rest der Epidemie ist die Pflicht, Masken in öffentlichen Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen.

Darüber hinaus Griechenland Er hat die Corona-Maßnahmen zum Start der Sommersaison Anfang Juni weitgehend abgesagt. Es besteht keine Maskenpflicht mehr – Ausnahmen sind der öffentliche Nahverkehr, Taxis, Binnenfähren und Krankenhäuser. Touristen müssen bei der Einreise keinen Impfnachweis mehr vorlegen. Die Aufhebung dieser Maßnahmen muss bis spätestens 15. September auf die Probe gestellt werden.

In Portugal ist die Lage nach wie vor angespannt

in Portugal Etwas angespannter ist dagegen der Fall Corona. Die Sieben-Tage-Infektionsrate liegt derzeit bei etwa 1150, zeigt aber einen Abwärtstrend; In der Vorwoche waren es noch knapp 1600. So weit wurden die Aura-Metriken noch nicht angehoben. Bei der Einreise gilt weiterhin die 3-G-Regel, Urlauber müssen also nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Wie in Spanien gilt auch in Portugal weiterhin eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt keine weiteren Einschränkungen.

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