Verlorener Arktisbewohner: Ein Wal in der Seine wartet auf Rettung

Der Beluga wurde vor zwei Tagen zum ersten Mal gesichtet und hat seitdem in Frankreich und international für Schlagzeilen gesorgt. Laut dem größten französischen Fernsehsender TF1 scheint es kaum zu glauben, dass es in der Seine einen Wal gibt. Einer von ihnen schwimmt jedoch tatsächlich über den Fluss unweit von Paris. Das Radio wies darauf hin, dass es den Beluga-Walen in Norwegen und Kanada normalerweise besser geht als in Frankreich.

Eines ist sicher: Der Beluga muss an der Atlantikküste der Seine durch seine Mündung und dann stromaufwärts schwimmen. Die Organisation teilte am Freitag mit, dass sie sich derzeit in der Nähe von Vernon in der Normandie befindet, etwa 70 Kilometer nordwestlich der französischen Hauptstadt. Laut TF1 soll er bereits 160 Kilometer im Fluss zurückgelegt haben. Die Zeitung „Le Parisien“ berichtete, dass die Meeressäuger in 24 Stunden rund 30 Kilometer geschwommen seien. Laut der Zeitung steuert es auf einen Damm zu.

“Verloren in der Seine”

Die Tatsache, dass das Tier allein im warmen Wasser des French River schwimmt, gibt Anlass zur Sorge, so TF1 in einem Artikel mit dem Titel: „Beluga Lost in the Seine“. Das Ministerium setzt sich dafür ein, dass dies in Bezug auf die Rettungsaktion für Sie in der Normandie nicht der Fall ist.

Reuters/Pascal Rossignol

Große Frage: Wie kommen wir zurück aufs offene Meer?

Der ungewöhnliche Besucher – oder der ungewöhnliche Besucher – muss natürlich viele Schaulustige anziehen. Die BBC sagte, sie seien gebeten worden, sich fernzuhalten. Stress für ein offensichtlich unterernährtes Tier sollte vermieden werden. Warum sie so weit von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt sind, ist ein Rätsel – aber es ist kein Einzelfall. Der Beluga ist nicht der erste Wal in der Seine.

eine Herausforderung

Die Herausforderung besteht nun darin, „wie wir helfen können, ihn zu ernähren und versuchen, ihn zurück in Richtung Ozean zu begleiten“, berichtete BBC am Freitag, Lamia Esmali, Leiterin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd France. Den Wal aus dem Wasser zu holen und ins Meer zurückzubringen, kommt nicht in Frage. Das ist riskant.

Belugawale in der Seine gesehen

Der Beluga-Wal, der normalerweise in arktischen Gewässern lebt, wurde in der Seine in Frankreich gesichtet. Die Behörden sagten, eine Untersuchung sei im Gange, wie sein Überleben gesichert werden könne.

Über das Tier war bis Freitag jedenfalls nicht viel bekannt, etwa seine Größe und der mutmaßliche Gesundheitszustand, sofern sich das aus der Ferne vernünftigerweise abschätzen ließe. Laut verschiedenen Quellen können Belugas oder Belugawale bis zu sechs Meter lang und bis zu einer Tonne schwer werden. Sie leben in arktischen oder subarktischen Gewässern, normalerweise in Gruppen, schwimmen aber manchmal auf der Suche nach Nahrung nach Süden.

Orca starb in der Seine

Im Mai scheiterte in Frankreich eine Rettungsaktion für einen Orca oder Killerwal („Killerwal“), der ebenfalls in der Seine verloren gegangen war. Ursprünglich musste das Tier mit Hilfe von Geräuschen bestimmter Arten zum Meer geleitet werden. Aber das hat nicht funktioniert.

Orca schwimmt im Mai 2022 in der Seine

Reuters/Joanna Giron

Im Mai starb ein Killerwal, nachdem er ziellos in der Seine hin und her geschwommen war (im Bild in der Nähe von Gomeg).

Der Gesundheitszustand des Orcas war schlecht, er war sehr schwach und sah stark desorientiert aus, und die Luftaufnahmen zeigten einen schlechten Zustand seiner Haut. Am Ende wurde entschieden, das Tier einzuschläfern. Der tonnenschwere Wal war zuvor in die Seine getunnelt, wie die Meerespräfektur Seine damals in Rouen erklärte.

60 km flussaufwärts schwimmen

Sie sagte, der Orca sei erstmals Anfang April von der Besatzung eines Fischereifahrzeugs etwa 30 Kilometer vor der Küste der Normandie gesehen worden. Danach wurde es mehrmals an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal gesichtet, danach wurde es etwa 60 km flussaufwärts gesehen. Orcas leben normalerweise vor den Küsten Schottlands, Islands und Norwegens. Viele Wale stranden in Großbritannien, zum Beispiel in der Themse.

Der mutmaßliche Finnwal ist im Meer verschwunden

Kurz nachdem der Orca in der französischen Seine gestorben war, wurde im Juli ein weiterer großer Wal in der Seine in der Mündung bei Le Havre in der Normandie gesichtet. Mehrere Schiffsbesatzungen meldeten ein etwa zehn Meter hohes Tier, bei dem es sich laut Roan County vermutlich um einen Finnwal gehandelt haben soll. Nicht selten tauchen Tiere vorübergehend im Maul auf, sie finden dort auch Nahrung. Allerdings seien Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, die Schiffe hätten einen Mindestabstand einhalten müssen. Der Wal verschwand wieder im Meer.

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