Tiroler Landesmuseum: Kein Sonnenbrand, sicherer Ort

Die Tiroler Landesmuseen laden zum Besuch einer unterhaltsamen Werbeaktion ein. “Zwischen den Objekten unserer Galerie ist man gut vor Sonne und Hitze geschützt, „so lautet die Devise.“ Auch Museen sind ein besonders sicherer Ort.

Innsbruck. „So bleibt die schöne Blässe erhalten, wie man sieht“, heißt es in der Einladung zum Museumsbesuch weiter: „Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Ferdinandeum, im Volkskundemuseum mit der Hofkirche, im Tirol Panorama mit dem Kaiserjägermuseum und Arsenal.“ Tiroler Landesmuseum zur Unversehrtheit der Kunstwerke. Bis auf wenige Ausnahmen sind Besucher und Tricks in guten Händen.

22. Oktober 1920

Museumsraub in Innsbruck. Das Wiener Blatter veröffentlicht folgende Mitteilung: „Insbruck, 20. Oktober. Eine wertvolle Mitteilung des dortigen Ferdinandum Van Dyck, das einen Frauenkopf darstellt, wurde gestohlen. Ein Bild ist eine halbe Million wert. Der Dieb schnitt das Bild aus dem Rahmen, band es sich um die Taille und ließ sich dann mit einem Feuerwehrschlauch ab. Da es dort bereits bekannt war und die Nachricht eindeutig aus Polizeiberichten stammte, war es nicht nötig, die Angelegenheit in Innsbruck weiter geheim zu halten. Wie wir aus erster Hand erfahren haben, hat der Dieb das Museum infiltriert und ihn dort eingesperrt, damit er nachts ungestört seinem Gewerbe nachgehen konnte. Nachdem er das Foto herausgeholt und den Reifen unter einer Bank versteckt hatte, ging er auf den Dachboden und fand einen Feuerwehrschlauch im Weg. Und so stieg er vom Fenster auf die Straße hinab. Interessanterweise hing dieser Schlauch einige Zeit am Fenster, bis er schließlich bemerkt und der Diebstahl entdeckt wurde. Über den Täter ist nichts bekannt.”

19. Mai 2001

Der mit 510.000 Euro dotierte „Flötenknabe“ des Rembrandt-Schülers kommt aus dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandum in Innsbruck. Gerhard Du gestohlen. Möglicherweise hat die Mutter des Diebes, SB aus Frankreich, das Kunstwerk nach der Verhaftung des Sohnes zusammen mit anderen Kunstwerken zerhackt oder im Rhein-Rhone-Kanal ertränkt. Es kann unwiederbringlich verloren gegangen sein. Gerard Doe lebte von 1613 bis 1675. Der Junge, der die Flöte spielt (Bildgröße 14,6 x 12,3) war Teil des Vermächtnisses von Joseph Chager. Es wurde am 19. Mai 2001 gestohlen.

Kopie in Belgrad gestohlen

Im Mai 2006 fesselten bewaffnete Räuber Museumsbesucher in Novi Sad und raubten den vermeintlichen Rembrandt aus. Neben dem inzwischen ebenfalls umstrittenen Ölgemälde von Rubens erbeuteten sie zwei weitere wertvolle Gemälde eines italienischen und deutsch-niederländischen Meisters aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Rembrandts gestohlenes Ölgemälde „Porträt des Vaters“ ist jedoch kein Original. Es handelt sich um eine Hängung mit dem Titel „Alter Mann mit Pelzmütze“ im Tiroler Landesmuseum.

November 2019, Spray-Werbeplakat

Am 14. November 2019 verwandelte der Innsbrucker Künstler HNRX das Banner vor dem Ferdinandeum in ein Graffiti-Kunstwerk. Grund war ein unbekanntes Maschinengewehr, das das Werbeplakat der Sonderausstellung „Schönheit vor Weisheit“ unschön besprühte. Um keinen zusätzlichen Plastikmüll zu produzieren, wird dieser nicht ersetzt, sondern recycelt. Fünf Stunden lang arbeitete der gebürtige Innsbrucker unter dem Pseudonym HNRX an dem Etikett, das die Außenseite des Frandium ziert. „Anstatt 12 Quadratmeter Plastik loszuwerden, wurde das Thema der Ausstellung Neue Kunst“, sagte Direktor Peter Assmann. „Wir wollen in Innsbruck ein Zeichen für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen setzen.“ Viele Passanten schauten den ganzen Tag gespannt zu. Viele konnten zum ersten Mal erleben, wie man Graffiti erstellt. Für das Projekt wurde ein lokaler zeitgenössischer Künstler zur Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen eingeladen. HNRX ist europaweit aktiv und bekannt. Seine Werke sind unter anderem in London, Paris, Berlin und Wien zu finden. Seine letzte Tätigkeit war im April in Innsbruck, wo er eine Außenfassade an der Maximilianstraße gestaltete.

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