Test: Cyrus 6 DAC QXR

Cyrus Audio geht lieber auf Nummer sicher. Üppige Ausstattung, dafür puristisches Design. In der Vergangenheit wussten die Briten mit diesem Ansatz stets zu punkten. Ob das auch für den Cyrus 6 DAC mit QXR-Karte gilt?

Mehr als nur ein Konverter

Während viele Hersteller bei der Gestaltung ihrer Produkte den mutigen Spagat zwischen modernem Design und Hightech-Handhabung wagen, differenzieren manche Unternehmen klar zwischen PV-Reinheit und zeitgemäßer Lifestyle-Elektronik. Cyrus Es gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

Wo Lifestyle-Elektronik und Audiophile heutzutage natürlich kein Gegensatz mehr sind – auch das hat Cyrus zum Beispiel mit One Series Hardware eingeführt (Hörtest 02/2017 und 07/2018 bzw hier drüben Und die hier drüben) oder der integrierte Lyric Stealth Lautsprecher (Hörtest 02/2016, Probespiel hier drübenBeeindruckender Beweis.

Allerdings ist das Gerätedesign selten kompromisslos, es sei denn, der Endverbraucher nimmt entsprechenden wirtschaftlichen Mehraufwand in Kauf. Wenn Sie jedoch nur an Klangqualität und einer riesigen Anschlussvielfalt zu einem erschwinglichen Preis interessiert sind, dann ist Cyrus ebenfalls die richtige Wahl.

Cyrus Audio 6 DAC QXR

So erinnert er sich Cyrus Audio 6 DAC QXR Es erinnert uns in der Breite ein wenig an das Autoradio-Design aus den 90er Jahren. Ein primitives Metallgehäuse, halb so breit wie das Regal, wird durch eine Kunststoffplatte auf der Vorderseite ergänzt. Ein heute etwas in die Jahre gekommener – aber typisch britischer – LCD-Bildschirm ist hier ebenso verbaut wie ein Drehwahlschalter und fünf traditionelle Druckknöpfe.

Über diese Features kann der Nutzer einerseits auf Systemeinstellungen zugreifen, andererseits lassen sich Kopfhörerausgang und Zone-2-Ausgang aktivieren, letzterer ermöglicht den Anschluss einer zweiten Gerätereihe – also einer analogen Doppelkammer sprechen. Sie können auch zwischen den Signalquellen auf der Frontplatte umschalten. Und davon hat der Cyrus 6 DAC QXR reichlich.

An die Anschlussvielfalt von Cyrus Audio sind wir mittlerweile gewöhnt, aber bei insgesamt sechs analogen Eingängen statt fünf digitalen Eingängen überrascht es uns, dass das Gerät nur als Digital/Analog-Wandler eingestuft wird. In gewisser Weise klingt der Cyrus 6 DAC QXR eher wie ein Stereo-Verstärker, zumal Cyrus hier nicht nur einen Lautsprecherausgang, sondern sogar eine Zweidraht-Option bietet.

Cyrus 6 DAC QXR - Front Panel Display für den Vollverstaerker DAC Amp
Die elegante Frontplatte des 6 DAC QXR enthält die notwendigen Bedienelemente und ein typisches Cyrus-LCD.

Mit sechs Cinch-Eingängen, zwei optischen Eingängen und zwei koaxialen Eingängen sowie je einem USB-Anschluss bietet der 6 DAC mehr als genug Anschlussmöglichkeiten für den klassischen Heimgebrauch. Cyrus geht mit dem größten 82 DAC, einem Redaktionskollegen, noch einen Schritt weiter John Strom In der Version 08/2019 AUDIO TEST auf die Probe gestellt. Hier hat die Transistorverstärkung eines 82 DAC mit einer Ausgangsleistung von 88 Watt (W) an 6 Ohm eine Kapazität, die etwas größer ist als die sechs, die immer noch 57 Watt an 6 Ohm liefert.

Beim Wandlerkern sind beide Modelle identisch: Die QXR-Karte mit dem ESS-Wandlerchip verarbeitet Signale mit einer unglaublich beeindruckenden Abtastrate von 768 kHz und einer Standardbreite von 32 Bit. Zur Erinnerung: HiRes beginnt normalerweise bei 96 kHz. 6 DAC bietet auch eine verbesserte Cyrus-Zeit-Neuaufzeichnung. Dieses verbesserte Verfahren reduziert einerseits Taktvibrationen und Hintergrundrauschen, andererseits erlaubt es die Verwendung von weniger Steilschnittfiltern, was wiederum das Phasenverhalten des Signals verbessert. Cyrus setzt neue Maßstäbe in der digitalen Signalverarbeitung.

Cyrus 6 DAC QXR - Vollständiger DAC-Testbericht für den hinteren Anschluss für den hinteren DACCyrus 6 DAC QXR - Vollständiger DAC-Testbericht für den hinteren Anschluss für den hinteren DAC
Jeder Quadratzentimeter gefüllt: 6 DAC QXR bietet elf Eingänge. Außerdem kann mit dem Cyrus DAC das vor allem bei Briten beliebte Two-Wire verwendet werden. Mehr Kontakt geht kaum.

Cyrus 6 DAC: Einstellung Das

Was man sich von einem typischen Cyrus-Spartan-Maschinenkonzept wünscht, kann man sich vorstellen: In puncto Setup kommt man am Micro-Design der Cyrus-DACs kaum vorbei. Die Installation des Gerätes ist sehr einfach. Nicht nur die Einbindung in die Gerätekette, sondern auch die optionale Umbenennung einzelner Kanäle ist kinderleicht. Der LCD-Bildschirm konzentriert sich auf das Wesentliche und vermittelt alle notwendigen grundlegenden Informationen wie Kanalauswahl, Pegeleinstellung und Verarbeitungsrate des Eingangssignals.

In unserem Fall bezieht der Cyrus 6 DAC QXR sein Material aus dem Netzwerktreiber CXN Silver von Cambridge Audio, den wir per Toslink mit dem Cyrus-Adapter verbinden. Beim Anschluss von Verstärkern besteht der Hersteller auf Hohlkammerleiter. Wer jedoch nicht über die passenden Lautsprecherkabel verfügt, muss hier nicht extra einkaufen, denn dem Cyrus liegen vier Adapter mit Schraubklemmen für herkömmliche Bananenstecker oder Barebones mit DAC bei.

Cyrus 6 DAC QXR - Front Panel Display für den Vollverstaerker DAC AmpCyrus 6 DAC QXR - Front Panel Display für den Vollverstaerker DAC Amp
Der LCD 6 DAC QXR für Cyrus. Diese Alternative ist zwar etwas in die Jahre gekommen, geht aber zugunsten von Klang und Preis in Ordnung.

Außerdem ist im Lieferumfang eine Fernbedienung enthalten, deren Umfang den Funktionsumfang des DAC geringfügig übertrifft. Dies ist ein universelles Modell für verschiedene Cyrus-Geräte. Übrigens lässt sich der Cyrus Audio 6 DAC QXR natürlich über eine MC-Bus-Verbindung mit anderen Geräten des Herstellers verbinden. Für diesen Test haben wir übrigens zwei Standlautsprecher aus der Rubicon-Reihe von Dali verwendet, um das abgestrahlte Signal in den Hörraum zu übersetzen. Den ausführlichen Testbericht unseres Kollegen Jörg Schumacher finden Sie hier hier drüben.

stimmliche Geschicklichkeit

Klassische Musikaufnahmen sind an Detailreichtum und guter Grafik kaum zu übertreffen. Deshalb nehmen wir zu Beginn dieses Tests etwas Orchesterhaftes vor. Insbesondere Richard Strauss’ “Alpine Symphony”, aufgeführt von den Osloer Philharmonikern unter der Leitung von Vasily Petrenko. Im ersten Akt „Nacht“ erheben sich sorgfältig gespielte Streicher und Holzbläser aus den sehr tiefen Blechbläserpassagen zu Beginn des Werks.

Als das zweite Kapitel von „Sunrise“ zu Ende war, wurde klar, dass Cyrus nicht gerne Witze über die Doktrin der erstklassigen Signalverarbeitung machte. DAC zeichnet farbenprächtige Orchesterklänge mit einer kaum nachzuahmenden Sensibilität, sodass jeder Bogen der Saiten nach oben und unten wie dreidimensional im Raum wirkt.

Der Übertrager glänzt mit exzellenter Dynamik und versteht es, feinste Lautstärkeunterschiede sehr klar auszudrücken. Gleichzeitig ist das gesamte Orchester mit einem sehr natürlich wirkenden Raumraum organisiert, der ebenso wie das Ensemble selbst den passiven Klangraum der Aufnahme offenbart.

Cyrus 6 DAC QXR - Testverstärker für DAC-VerstärkerCyrus 6 DAC QXR - Testverstärker für DAC-Verstärker
Der Wandler benötigt aufgrund seiner zusätzlichen Effizienz als Stereoverstärker Kühlrippen. Immerhin kommen 6 DAC auf 57 Watt pro Kanal.

Kaum weniger empfindlich ist der Adapter bei “Monks Dream – Take 8”. Die Jazz-Quad-Anordnung bietet reichlich Spielraum für kleine Unvollkommenheiten, die wir bei der Performance des Cyrus 6 DAC QXR vergeblich suchen. Der Sound ist so detailliert, dass selbst das kurze Ausklingen des Snareteppichs deutlich zu hören ist, ebenso wie der wunderbare Hochtonfilm, den die Becken über die Aufnahme legen.

Währenddessen klingt das Saxophon wunderbar luftig, und der Cyrus DAC bekommt das subtile Geräuschelement der Luft, die durch das Instrument strömt, wunderbar hin. Unser Testkandidat liefert überraschend viel Schalldruck und ehrlich gesagt hatten wir nach dem Blick auf das Datenblatt eine niedrigere Hubkapazität erwartet. Tatsächlich lässt sich der Verstärker aber nicht voll ausfahren, ohne dass es für Mensch und Sprecher unbequem wird.

Abschließend lässt sich sagen, dass Cyrus mit dem 6 DAC QXR wieder einmal ein elektronisches Stück gelungen ist, das musikalisch seinesgleichen sucht. Der Mini-Präsentation folgt wieder der Anspruch absoluter Kompromisslosigkeit und wird letztlich durch die allumfassende Ausstattung kompensiert. Gerade bei den aufwändigeren HiFi-Ketten ist die Anschaffung durchaus eine Überlegung wert. Wieder einmal ein echtes britisches Sammlerstück! ■ Text: Alex Röser, Stefan Goedecke

Cyrus DAC: Preis und Verfügbarkeit

Der Vollverstärker Cyrus 6 DAC QXR mit DAC ist für 2.295 Euro (UVP) im autorisierten Fachhandel erhältlich. Cyrus Audio Produkte werden in Deutschland von Bellevue Audio vertrieben und vermarktet.

Webseite: http://bellevueaudio.de

Hinweis: Diese Rezension erschien zuerst in Audio-Testversion 04/2020

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Test: Cyrus 6 DAC QXR – Integrierter Lautsprecher mit DAC

Mit dem 6 DAC QXR, einem All-in-One-Stereoverstärker, der mehr ist als nur ein Wandler, beweist Cyrus einmal mehr, dass außergewöhnliches Design gepaart mit überragender Leistung und umfassender Ausstattung zweitrangig sind. Der 6 DAC kommt dank der QXR-Karte nicht nur mit hervorragenden Schaltkünsten daher, sondern hat auch ordentlich Druck unter der Haube.

Wiedergabequalität 99%

Ausstattung / Verarbeitung 75%

Benutzerfreundlichkeit 82%

Preis-Leistungs84%

Vorteile

  • Ultra-HD-Konvertierung
  • 11 2-Draht Ein- und Ausgänge
  • Die neue Generation von ESS-Chips

Nachteile

  • Keine drahtlosen Schnittstellen

2022-08-02

90%Cyrus 6 DAC QXR

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Bildquellen:

  • Cyrus 6 DAC QXR – Vollverstaerker DAC Amp 01 Testbericht: Auerbach Verlag

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