Staatsanwalt bestätigt „Vorsatz“: US-Star Greiner soll fast die Höchststrafe erhalten

Staatsanwalt bestätigt „Vorsatz“
US-Superstar Greiner dürfte fast die Höchststrafe bekommen

Die amerikanische Basketballspielerin Britney Grenier ist seit Februar in Russland wegen des Besitzes von 0,5 Gramm Cannabisöl inhaftiert. Gegen sie wird bald ein Urteil ergehen. Die russische Generalstaatsanwaltschaft fordert nun eine lange Haftstrafe, die knapp unter der Höchststrafe liegt. Außerdem muss sie eine Geldstrafe zahlen.

Die russische Staatsanwaltschaft fordert für die US-Basketballerin Britney Grenier eine Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren, fast die Höchststrafe. Außerdem wird der 31-Jährige, der seit Februar in Untersuchungshaft sitzt und wegen Drogenschmuggels vor Gericht erscheinen muss, eine Geldstrafe von 16.000 Euro zahlen.

„Ich fordere das Gericht dringend auf, Grenier zu verurteilen und sie zu neun Jahren und sechs Monaten Gefängnis zu verurteilen“, sagte Staatsanwalt Nikolai Vlasenko. Die Höchststrafe für ein solches Vergehen beträgt in Russland zehn Jahre Haft.

Zuletzt verbreiteten Vertreter des zweimaligen Olympiasiegers Hoffnung mit Blick auf die anstehende Entscheidung. „Wir rechnen mit einem recht moderaten Strafmaß“, sagte Rechtsanwalt Alexandre Boyko vergangene Woche. Der Kläger forderte einen schweren Rückschlag.

Der Generalbundesanwalt behauptet, Greiner habe “vorsätzlich” gehandelt.

Greiner wird vorgeworfen, gegen die nationalen Drogengesetze in Khimki verstoßen zu haben. Die amerikanische Starspielerin wurde am Moskauer Flughafen Sheremetyevo festgenommen, nachdem Sicherheitskräfte in ihren Taschen Zigarettenpatronen mit Cannabisöl gefunden hatten. Es wird gesagt, dass es 0,5 Gramm waren. Greiner bekannte sich zu Beginn des Prozesses schuldig.

Wlasenko sagte, Greiner sei „absichtlich“ für unangemeldete Passagiere durch den Gang gegangen und habe dies getan, um „die Substanz zu verschleiern“. Andererseits betonte Greiner: „Ich wollte kein russisches Recht brechen.“ Sie „packte schnell“ und hatte nicht die Absicht, dieses Material in Russland mitzunehmen.

Boykow hatte in dem Verfahren betont, dass sein Mandant auch in den USA nur “gelegentlich” Cannabis zur Schmerzlinderung konsumiere. Boykow hatte das gefundene Cannabisöl zuvor als verschreibungspflichtiges Schmerzmittel angepriesen. In Russland ist Cannabis auch für medizinische Zwecke verboten.

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