Skandal statt Profi-Show: Hinteregger wurde zum Problem für Eintracht Frankfurt

Aktualisiert am 21.06.2022 um 15:20 Uhr

  • Martin Hinterger bewegt sich schon lange auf einem schmalen Grat.
  • Doch im Rahmen des von ihm organisierten „Hinti-Cups“ scheint die Kanone von Eintracht Frankfurt nun in die falsche Richtung zu laufen.
  • Wie reagiert sein Verein, der sich offen gegen rechts stellt?

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Als Martin Hinteregger vor knapp einem Jahr sein Buch „Inside View“ mit 45 Geschichten aus seinem bewegten Leben veröffentlichte, schien es, als sei endlich alles gesagt. Alkoholabenteuer, Spielsucht, provozierende Vereinswechsel, Understatement von Gewalt, Hinti-Armee, Jagdfieber, Klapphandy, Ziehharmonika, Pilotenschein – all das hat schon Schlagzeilen gemacht.

Doch das letzte Kapitel seines lebenden Buches könnte zu der oft erzählten Geschichte vom Wechsel zwischen Kaste und skandalöser Professionalität führen. Eintracht Frankfurt Es kommt zu einem abrupten Ende.

Hinterger: Der Executive Floor ist überhaupt nicht begeistert

Immerhin weiß der Europa-League-Sieger oben um die nie endende Beziehung des Verteidigers über die Zusammenarbeit mit einem rechtsextremen Lokalpolitiker in seiner Heimat Österreich. Alles andere als Begeisterung. Es ist für den Bundesligisten nicht mehr unmöglich, die Reißleine zu ziehen und sich trotz Vertrag bis 2024 von Hinterger zu trennen.

Glaubwürdigkeit ist zumindest vorhanden von Präsident Peter Fisher im Spiel. Der Vereinspräsident hat wiederholt betont, dass er in seinem Verein kein rechtes Gedankengut dulde. Andererseits ist Hinteregger, der sich gerne bescheiden und sehr fannah präsentiert, in der Frankfurter Verlängerung sehr beliebt. Sein Rauswurf würde zu einem Zerwürfnis mit Fangruppen führen.

Hinterger verteidigt seinen Kontakt zum FPÖ-Krankenmann

Allerdings könnten die jüngsten Äußerungen Hintergers, die gelinde gesagt als beunruhigend zu werten sind, das Fass zum Überlaufen bringen. inbegriffen Der 29-Jährige hat erneut seinen Kontakt zu FPÖ-Mann Heinrich Sieckel verteidigt Und ließ im Vergleich den Kopf schütteln.

„Ich weiß, dass er ein Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs war, was in Österreich keine schlechte Sache ist. Aber ich wusste nichts über die Identitätsbewegung oder was das bedeutete“, sagte Hinterger Der Standard. FPÖ Und die AfD Auf einer Ebene, aber die Alternative für Deutschland ist zehnmal schlechter.”

Sickl hat das Hobbyturnier „Hinti-Cup“ von Hinteregger in Kärnten mitorganisiert. Hinteregger vermied trotz seiner Verbindungen zur rechten Szene eine Anklage gegen Sickl.

Hinterger sieht sich als Opfer eines „Medien-Stalks“

Der österreichische Reporter Michael Bonfalot hat die Beziehung zwischen Hinteregger und Sickl aufgedeckt. In einem Interview mit Sky bezeichnete Hinterger, der sich selbst als Opfer eines „Medien-Stalkings“ sieht, ihn als „linksextremen Journalisten“, der ihn „als Schachfigur benutzt“.

Bonvalot kann darüber nicht anders, als den Kopf zu schütteln. „Ich kann nicht verstehen, was er sagt“, sagte er der Frankfurter Rundschau. Den Medienmann stören vor allem die Konditionen. In den rechten österreichischen Medien als „linksextremer Journalist“ bezeichnet: „Ich frage mich: Woher kam Martin Hinterger mit diesen Briefen und Äußerungen?“

Das muss der Nationalspieler den Eintracht-Chefs auch erklären, wenn er trotz Reha in Folge einer Oberschenkelverletzung kommende Woche zum Trainingsauftakt kommt.

Bleibt Hinterger bei Eintracht Frankfurt?

Fraglich ist allerdings, ob Hintereggers Auftritt überhaupt noch erstrebenswert ist. Der Verteidiger bestritt dies vor rund einem Monat: “Mir wurde im Spätherbst und zwischen dem Viertelfinale gegen Barcelona gesagt, dass ich im Sommer gehen muss.”

Genau das will die Vereinsführung jetzt womöglich. (AFP/links)

Aktualisiert am 06.10.2022 um 09:52

Verteidiger Martin Hinterger von Eintracht Frankfurt hat sich entschieden gegen Rechtsextremismus-Vorwürfe gewehrt. „Ich habe sowohl während meiner Zeit im Profifußball als auch privat Freunde auf der ganzen Welt und weise Vorwürfe, ich sei ein Rechtsaußen, selbstverständlich zurück“, schrieb der 29-Jährige auf Instagram. Die Eintracht fordert “deutliche Divergenz”. (Bildnachweis: imago/Sven Simon)

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