Salzkammergut-Rundblick – News – „Utopia ist ein Traumprojekt mit einem Dreamteam!“

01.08.2022

Theodor Krentz ist zu Gast beim Festival Talk © ServusTV / Neumayr / Leo

2. Salzburger Festspielvortrag, Donnerstag, 4. August, ab 23.05 Uhr

Dirigent Theodor Krentzis spricht erstmals im TV in einem Interview über sein neu gegründetes Utopia Orchestra und seine Arbeit bei den Salzburger Festspielen 2022. Ioan Hollander begrüßt den Ausnahmekünstler zur „Salzburger Festspieldebatte“ im Schloss Leopoldskron.

Am Rande der Salzburger Festspiele gab Theodor Krentzis bekannt, dass er ein neues Orchester namens Utopia gegründet habe. Das Orchester ist ein völlig neues Orchester, das nicht mit dem von ihm zuvor geleiteten Atena-Orchester oder dem SWR zu vergleichen ist, wie Krentzis im Gespräch mit Ioan Hollander betonte: „Das ist ein neues Orchester, es ist eine ziemliche Herausforderung, ein neues Orchester mit neuem zu schaffen Musiker. Ich habe eine Vorstellung von einem ganz bestimmten Sound. Jeder wird sein. Das Orchester hat seine eigene Stimme. Ich möchte etwas Neues machen. Es ist eine große Aufgabe für mich.”

Theodor Krentzis führt sein neues Stiftungsorchester weiter aus: „In jedem großen Orchester gibt es Musiker, die vielleicht nicht voll dabei sind und sich manchmal langweilen. Aber es gibt auch Enthusiasten! Menschen, die hochmotiviert, begeisterungsfähig sind und alles über Musik wissen wollen. Wer sich weiterentwickeln wollen Mein Traum ist Solisten und Musiker, die dieses Feuer in sich tragen, haben sich versammelt und ein Orchester gegründet, das wie ein Kammerensemble funktioniert, sich mehrmals im Jahr trifft, alle Möglichkeiten auslotet und einen neuen Klang präsentiert, eine neue Einstellung zur Musik “Eine Utopie ist ein Traum. Aber das ist nicht nur mein Traum, es ist der Traum vieler Musiker. Die sind ein begeisterter Teil davon. Wir sind derzeit 110 Musiker.”

Wichtig ist ihm auch, dass das Orchester kein festes Probenhaus hat. Im Festivalgespräch erläutert er das Konzept und die damit verbundene Hoffnung: “In unregelmäßigen Abständen treffen sich Musiker zum Proben und gehen dann auf Tournee. Und zwischen den Sinfoniekonzerten wird es auch Kammerkonzerte geben. Das gehört zum Konzept. Diese.” Auch in kleineren Projekten werden wunderbare Musiker zusammenspielen. Wir werden langfristige Programme einplanen, damit das Orchester auch neue Musikstücke präsentieren kann – denn das ist der wahre Traum: auch zeitgenössische Musik zu spielen.“
Teodor Currentzis spricht auch über die Gestaltung des spezifischen Programms.

So wie seine diesjährige Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen: Neben zwei Schostakowitsch-Konzerten dirigiert Krentzis die berühmte Eröffnungsoper der Salzburger Festspiele: Béla Bartoks „Bluebird Castle“ neben Carl Orffs „Phantastische Komödie“. Zuvor war Krentzys Einladung zu den Salzburger Festspielen kritisch diskutiert worden. In einem Interview mit Ioan Hollander betonte der Maestro die Bedeutung von Meinungsfreiheit und Demokratie für ihn: “Zunächst einmal bin ich Europäer. Ich bin Grieche. Griechenland hat sich ein wichtiges Wort einfallen lassen: Demokratie. Demokratie. Dieses Wort bedeutet. Ich bin Grieche.” viel für mich. Es bedeutet, dass jeder A-Mensch Entscheidungen über sich selbst treffen kann. Und ich muss diese Entscheidung akzeptieren und respektieren. Nur wenn wir so denken, können wir vorankommen und die Zukunft verbessern. Wenn wir es nicht akzeptieren Ideen des anderen tappen wir in eine Falle und landen in einem anderen System. Und dieses System kennen wir gut aus der Vergangenheit. Für mich als Europäer ist es sehr wichtig, dass ich mich frei fühle, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Und frei in meiner Kommunikation mit anderen. Dies ist ein Menschenrecht.“

* Zitate werden für die Verwendung auf ServusTV aufbereitet, wenn die Quelle „Salzburger Festspieltalk“ angegeben wird.

Nach dem „Salzburger Festspielgespräch“ wiederholt ServusTV ab 23:35 Uhr „kulTOUR mit Holender“ „Das Universum des Teodor Currentzis“.

Ab 22.10 Uhr versammelt die Dokumentation „Von Amours und Jedermann“ die wichtigsten Schauspielerinnen und Schauspieler aus 100 Jahren Jedermann-Geschichte.

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