Phoenix Theatre: Neu unter neuer Leitung

Dörner, der seit 1995 bei Phönix ist und das Haus vor allem wegen seiner „Offenheit und Zugänglichkeit“ schätzt, will „die Lust am Dialog mit der Öffentlichkeit wiederherstellen“ und auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren. Theater ist immer ein „Spiegel der Gesellschaft“ und das zeigt sich besonders deutlich im Phoenix Theater direkt vor der Haustür in der Wiener Straße, das sich seit der Theatergründung 1989 grundlegend verändert hat.

Erhöhen Sie die Band und mehr Abwechslung

Diese Vielfalt will Dörner auf unterschiedliche Weise auf die Bühne bringen: Die auf sechs feste Darsteller aufgestockte Gruppe hat sie noch vielfältiger gemacht. Martin Bronman bleibt von der vorherigen Crew, und neu hinzugekommen sind Gina Kristof, Merkan Onsel, Gulshan Banu Sheikh, Lara Cinzak und Marius Zernato.

Der Zugang zum Haus soll künftig infrastrukturell barrierefreier werden: Ein neuer Treppenlift soll das Obergeschoss an der Kasse und in zwei Sälen hindernisfrei und induktionsschleifenfrei machen Hörgeräte für den Theaterbesuch.

Neue Formate für Familien und Studierende

Inhaltlich sollen die neuen Formate Abwechslung bringen und auch Familien als Zielgruppe ansprechen: „Klimazone“ macht als Sinnestheater das sich rasant verändernde Klima erlebbar. Im Bahnhofstheater „Zurück nach Linz“ bewegen sich Publikum und Akteure abseits der klassischen Linzer Schauplätze durch die Landeshauptstadt. Ebenfalls neu ist „The Balcony: Tuesday“, das zum Kennenlernen und Austauschen mit Bühnenmachern und Experten im „Phoenix: Balcony“ einlädt, das von Studierenden der Kunstuniversität Linz neu gestaltet wurde.

Mehr Stücke in Munition

Außerdem gibt es noch eine Auseinandersetzung mit klassischen Autoren und Theaterstücken – Premiere der neuen Staffel ist „Antigone“ in einer Abschrift der pazifistischen Aktivistin Katja Ladinskaja. Zudem will Dörner weg von internen Abläufen und mehr Stücke in den Bezug aufnehmen und damit saisonübergreifend ins Programm aufnehmen.

Die neue Saison bringt Premieren und Klassiker

Die Österreich-Premiere von „Identitti“ nach dem Roman von Mithu Sanyal, der sich unter anderem mit weißen Privilegien und strukturellem Rassismus auseinandersetzt, sowie Jura Sawyers Satire „Apocalypse or the World“ ist in der kommenden Staffel sicher nicht mehr „von 1936“. Das kosmische Weltuntergangsszenario“, das immer noch gilt.
Auf dem Programm stehen außerdem eine spannende Lesung von AR Gurneys „Love Letters“ mit den beiden Phoenix-Urgesteinen Ingrid Höller und Ferry Öllinger sowie „Blind Gang Boom, Once We Were Golden“ der Südtiroler Schriftstellerin Eleonor Khoen-Belassi, die auch als Mitwirkende dient eine Richtlinie selbst. Darin vergleicht sie den bisherigen Umgang mit der NS-Vergangenheit mit Munition, die noch immer im Boden steckt und darauf wartet, zu explodieren.

Neben einer Reihe von Gastshows trägt die Produktion von „Das Schauwerk“ den Titel „Heroic in Disaster or Zero to Zack Prack!“. Auch im Rahmen des Schäxpir Theaterfestivals steht er auf dem Programm.

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