Paraneoplastisches Syndrom: Symptome im Zusammenhang mit Krebs | NDR.de – Wegweiser

Stand: 21.06.2022 09:31 Uhr

Paraneoplastische Syndrome können durch eine krebsbedingte Abwehrreaktion des Körpers verursacht werden. Fieber und Nachtschweiß sind häufige Symptome. Auch Juckreiz und Rötungen können auftreten.

Paraneoplastische Syndrome umfassen Symptome, die mit Krebs assoziiert sind, die nicht durch die Malignität selbst verursacht werden – z. B. durch unterdrücktes Wachstum des Tumors oder durch Zerstörung von normalem Gewebe durch Tumor oder Metastasen.

Der Grund: die Abwehrreaktion des Körpers

Andererseits kann die Ursache des paraneoplastischen Syndroms eine Abwehrreaktion des Körpers sein, die durch Krebs verursacht wird. Andererseits können vom Tumor freigesetzte Botenstoffe wie Zytokine und Hormone Symptome auslösen.

Beispiele für Krebsarten, bei denen ein Tumor häufiger auftritt, sind:

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Blutkrebs (Leukämie).
  • Brustkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Leberkrebs
  • Lymphom
  • Lungenkrebs
  • Magenkrebs
  • Nierenzellkarzinom

Symptome: Fieber und Nachtschweiß

Die allgemeinen Symptome der rheumatoiden Arthritis sind:

  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • Appetit und Gewichtsverlust
  • Extreme Müdigkeit und Lethargie.

Andere Symptome treten meist im Bereich des Nervensystems, der Haut oder des Blutes auf.

Hautsymptome: Juckreiz und Rötung

Juckreiz ist bei Krebspatienten weit verbreitet. Auch Hautrötungen sind ein Symptom. Hauterkrankungen wie Gürtelrose können ebenfalls auftreten.

Das Cushing-Syndrom ist eine typische Folge der rheumatoiden Arthritis

Wenn Tumore Hormone wie Insulin, Glukagon, Adrenalin oder Noradrenalin überproduzieren, kann das weitreichende Folgen für Blutzucker und Blutdruck haben. Das Cushing-Syndrom ist eine typische Folge eines hormoninduzierten Tumors: Ein Tumor, beispielsweise in der Lunge oder der Bauchspeicheldrüse, produziert zu viel adrenocorticotropes Hormon (ACTH). Dieses Hormon wiederum stimuliert die Produktion von Cortisol in den Nebennieren, was den Cortisolspiegel im Blut erhöht. Die Folge können unter anderem Wassereinlagerungen in den Beinen, Schwäche und Gewichtszunahme sein.

Paraneoplasie: Verletzungen und Erkrankungen der Nerven

Die Ooplastik führt am häufigsten zu einer Wechselwirkung von Nerven und anderen Folgen:

  • Fehlende Reflexe, Empfindungen und Schwäche sind typische Symptome einer Polyneuropathie. Periphere Nerven sind betroffen. Eine andere Form der Neuropathie ist die subakute sensorische Neuropathie: Bei dieser Krankheit treten Koordinationsstörungen und Gefühlsverlust auf.
  • Das Stiff-Person-Syndrom ist eine seltene und komplexe Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems und der endokrinen Drüsen.
  • Eine subakute Kleinhirndegeneration kann das Kleinhirn schädigen. Koordinationsstörungen, Sprachprobleme und Schwindel sind typische Ursachen.
  • Bei der subakuten motorischen Neuropathie werden Nervenzellen im Rückenmark geschädigt und die Bewegung der Arme und Beine beeinträchtigt.
  • Typisch für das Eaton-Lambert-Syndrom ist eine starke Muskelschwäche, Nerven und Muskeln können nicht mehr ausreichend aktiviert werden.

Behandlung: Krebsbehandlung

Paraneoplastische Syndrome werden durch Krebs verursacht. Dies muss behandelt werden. Üblicherweise kommen dafür drei Behandlungen zum Einsatz:

  • Chirurgie (Lumpektomie)
  • Chemotherapie
  • Bestrahlung

Kommt es durch das paraneoplastische Syndrom zu lebensbedrohlichen Abweichungen beispielsweise im Stoffwechselverlauf, sollte dies parallel behandelt werden.

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