Nachtzahlen garantieren Optimismus – noe.ORF.at

Endlich sind sie wieder da: Urlauber in Niederösterreich. Reiseveranstalter in Niederösterreich verzeichneten im ersten Halbjahr 2022 rund 2,8 Millionen Nächtigungen. Allein im Juni wurden 689.000 Nächtigungen gezählt – ein Drittel der Gästezahl in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Wir blicken vorsichtig optimistisch auf die kommenden Wochen und Monate. Grundsätzlich ist die Resonanz in der gesamten Tourismusbranche positiv”, sagt Christiana Hess, Marketingleiterin der Niederösterreich Werbung. Die stärksten Branchen sind derzeit der Kulturtourismus mit vielen Festivals, der Radtourismus sowie Reisen mit zunehmend gastronomischem Schwerpunkt.

Deutliche Zunahme der Zahl ausländischer Touristen

Besonders erleichtert ist die Rückkehr ausländischer Gäste nach Niederösterreich. Im Juni stiegen die Übernachtungen ausländischer Touristen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 88,7 Prozent. „Wir merken deutlich, dass die Reise- und Ausflugslust in diesem Jahr besonders stark zurückgekehrt ist“, sagt Michael Schwerer, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung.

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Urlauber sind zurück: Nach zwei Jahren können die lokalen Reiseveranstalter auch dieses Jahr wieder aufatmen

Niederösterreich hat in seiner Tourismusstrategie fünf Märkte etabliert. Das seien die Nachbarländer Slowakei, Tschechien, Ungarn und Deutschland, sagt Hess: „Hier zuerst Süddeutschland und dann Österreich, wo wir gerade seit der Epidemie auch gemerkt haben, dass Gäste aus Westösterreich gerne kommen nach Niederösterreich kommen.”

Nur Gäste von außen bleiben eher fern

Obwohl die Flughäfen wieder mit Fernreisenden ausgelastet sind, fehlen in Niederösterreich Gäste aus fernen Ländern noch weitgehend. „Gäste aus dem Ausland sind gerade in der Wachau oder in der Schifffahrt etwas heikel“, erklärt der Marketingleiter der Niederösterreich Werbung. Das gilt für Neuseeland, Australien, den chinesischen Gast oder auch Russland. Die russischen Gäste wenden sich jetzt natürlich ab.“

Aber Niederösterreich ist immer noch ein Kurzurlaubsland. Im Durchschnitt bleiben die Gäste zwei bis drei Nächte. Reservierungen erfolgen sehr spontan. “Die Leute dachten, das sei das Covid-Phänomen und dass es wiederkommen würde, aber in Wirklichkeit blieb es. Die Reservierungen werden immer kürzer”, sagt Hess.

Trotz der guten Auslastung gibt es vielerorts noch freie Übernachtungen, und Reiseberater Jochen Daninger (ÖVP) ergänzt: „Schnell sein lohnt sich.“ Lokale Unternehmen sehen dem Herbst sehr optimistisch entgegen. Denn in vielen Weinregionen ist der goldene Herbst ertragreicher als der Sommer.

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