Leichtathletik: Meyer macht eine schwierige Phase durch

Der Siebenjährige, der mit 6.591 Punkten seit 2019 den österreichischen Rekord hält, konnte in dieser Saison noch keinen Outdoor-Wettkampf bestreiten. Die Kniesehnenprobleme, unter denen sie vor den Olympischen Spielen im letzten Jahr litt, sind noch nicht verschwunden. „Wir versuchen einfach alles Mögliche und hoffen, dass bald etwas klappt und mir hilft, damit ich endlich in die Saison starten kann“, erklärte Maier. Es gibt immer wieder kurzfristige Ansätze, aber eine dauerhafte Lösung haben sie noch nicht gefunden.

Deshalb ist es für den 27-Jährigen noch zu früh, an der Weltmeisterschaft Mitte Juli in Eugene/USA (15.-24. Juli) teilzunehmen: „Ich konnte noch nicht richtig trainieren, vor allem nicht Laufen noch Springen, mir fehlen nur drei Monate Training, da sollte ein Wunder geschehen, dass ich bei der Weltmeisterschaft starte.“ In jedem Fall hätte sich der beste Österreicher per Ranking für den Titelkampf qualifiziert.

Jeba / Christian Walgram

Kugelstoßen und Speerwurf sind nun die einzigen Systeme, die Meier trainieren kann

Derzeit nur Basic Training

Die elfte Olympiade in Tokio kann aktuell nur Rails und Speere vernünftig werfen und an ihrer Technik feilen. Ansonsten stehen vor allem Kraftübungen und Stabilisationsübungen auf Meyers Trainingsplan. „Das ist mehr als nur ein Grundkurs, den ich gerade mache“, sagt der 27-Jährige.

Aufgrund dieser Umstände vernachlässigte Meyer auch die Saisonplanung: “Es macht keinen Sinn, weil wir nicht wissen, wie lange die Verletzung dauert. Es wäre einfacher, wenn ich einen sorgfältigen Rehabilitationsplan hätte und dann wüsste, wann ich kann Aber es gibt keinen. Deshalb lassen wir die Planung offen, weil wir uns nicht unnötig anstrengen wollen.“ Der Rest der Saison wird erst geplant, wenn sie wieder fit und verletzungsfrei ist.

Mayer hofft auf eine Teilnahme an der Europameisterschaft

Damit Meyer so schnell wie möglich wieder einen Siebenkampf laufen kann, stehen erst einmal ihre Behandlungen und Arztbesuche im Vordergrund, dann kommt das Training. Um die Motivation trotz des unsicheren Zeitplans aufrechtzuerhalten, sei es dennoch wichtig, sich ein sportliches Ziel zu setzen: „Deshalb hoffe ich, dass die EM im August in München stattfindet, und dafür kämpfe ich, ich trainiere jeden Tag und versuche fit zu bleiben, bis ich so schnell wie möglich zurückkomme.”

Leichtathletin Verena Meyer (AUT) beim Spielen bei Olympia

Jeba / Christian Walgram

Meyer wurde bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einer Oberschenkelverletzung behindert und belegte den 11. Platz

Mayer bremste ihre Oberschenkelverletzung bei Olympia tatsächlich aus. Aufgrund ihrer Beschwerden konnte sie in Tokio nicht mit voller Leistung auftreten und musste den 11. Platz einnehmen. Für die nächsten Spiele in Paris 2024 habe ich mir mehr vorgenommen: „Mein Ziel ist es, mich 2024 zu verbessern und an meine Bestleistung heranzukommen, denn dann sprechen wir über die Top-Plätze.“

Dabei dürften die Erfahrungen, die ich im vergangenen Sommer sammeln konnte, eine entscheidende Rolle spielen: “Tokio war meine erste Olympiade, dort ist alles neu, aber man lernt auch viel. Die Erfahrung wird mir bei meinen nächsten Matches auf jeden Fall weiterhelfen.”

“Ich bin optimistisch”

Sie weiß aber auch, dass es noch ein langer und harter Weg sein wird, bis sie wieder an ihre Erfolge anknüpfen kann. Aber Meyer lässt sich davon nicht entmutigen: “Ich bin wirklich optimistisch. Wenn der Moment kommt und die Behandlung hilft, möchte ich fit sein und ich glaube nicht, dass ich mehr getan hätte.” Sie tut es jedoch nicht Nervös werden will: „Wenn ich in dieser Saison nicht zurückkomme, sondern erst in der nächsten Saison, dann war’s das. Ich bleibe einfach positiv, auch wenn es ab und an sehr schwierige Phasen gibt.“

In diesen sehr schwierigen Phasen hilft Meyer vor allem ihrem Umfeld: „Ich bin wirklich froh, ein tolles Team um mich zu haben, das sich um mich kümmert und immer zu mir steht, auch wenn es gerade mal nicht so gut läuft, und mir Dank ihres Trainers Wolfgang Adler, der sich immer wieder neue Übungen einfallen lässt, ihrer Trainingsgruppe, genießt sie weiterhin das tägliche Training. Und wenn sie selbst nicht an Wettkämpfen teilnehmen kann, feuert sie dort gerne ihre Teamkollegen an : „Ich freue mich, wenn es ihnen gut geht, und empfinde das auch als Ansporn.“

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