Längerer Stress kann zu einer Alterung des Immunsystems führen

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Wie wirkt sich anhaltender Stress auf das Immunsystem aus?

Ob im Beruf oder in der Familie – Chronischer Stress kann das Immunsystem schneller altern lassen.

© Edwin Tan/Getty Images

Dauerstress macht krank. Forscher aus den USA haben nun herausgefunden, dass negativer Stress das Immunsystem schneller altern lässt.

Ein Date jagt das andere, die To-Do-Liste scheint endlos, es gibt Konflikte innerhalb der Familie – ständiger negativer Stress macht krank. Die Folgen sind Antriebslosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Schlaflosigkeit. Forscher der University of Southern California haben nun herausgefunden, wie das Immunsystem leidet, wenn der Körper unter Dauerstress steht.

Mit zunehmendem Alter ist es normal, dass das Immunsystem schwächer wird. Krankheitserreger können leichter in den Körper eindringen, weil das Immunsystem mit den Jahren schwächer wird. Mit zunehmendem Alter werden die T-Zellen des Immunsystems weniger effektiv bei der Bekämpfung von Krankheitserregern. Es fehlt an „neuen“ Abwehrzellen. Das Immunsystem braucht diese, um neue und unbekannte Krankheitserreger abzuwehren. Ein weiterer Faktor ist, dass es mehr abgenutzte weiße Blutkörperchen gibt. Die altersbedingte Beeinträchtigung des Immunsystems wird als Immunalterung bezeichnet. Die Folge: ein erhöhtes Risiko für altersbedingte Gesundheitsprobleme wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Alterung des Immunsystems durch Stress

Studienautor Eric Klopak erklärt in The Conversation, dass zwei Menschen, die das 50. Lebensjahr erreichen, ein unterschiedliches Immunalter haben können. Immunalterung kann auch im mittleren Alter beobachtet werden. Ständiger Stress ist eine mögliche Ursache. Um diese These zu überprüfen, befragten die Forscher 5.744 Menschen über 50 zu sozialem Stress und nahmen Blutproben. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer zu verschiedenen Stressfaktoren: belastende Lebensereignisse, Leben und tägliche Diskriminierung, Traumata und chronischer Stress (z. B. durch die Arbeit).

Ergebnis: Untersucht: Innen, wer mehr Stress ausgesetzt war, hatte ein älteres Immunsystem. Die Forscher fanden darin mehr abgenutzte weiße Blutkörperchen und weniger „neue“ Immunzellen. „Ältere T-Zellen, die ihre Fähigkeit zur Abwehr von Eindringlingen erschöpft haben, produzieren Proteine, die Entzündungen verstärken können. Menschen mit einem niedrigen Spiegel an neueren T-Zellen und einem hohen Spiegel an älteren T-Zellen haben ein alterndes Immunsystem“, erklärt Eric. Die Forscher konnten auch den Zusammenhang zwischen Stress und der Alterung des Immunsystems erkennen, wenn sie Faktoren wie Alkoholkonsum, Raucherstatus und Body-Mass-Index berücksichtigten. Die Forscher konnten in ihrer Studie auch feststellen, dass Dauerstress zu Bewegungsmangel und schlechten Essgewohnheiten führt.

Eine Änderung Ihres Lebensstils kann sich positiv auswirken

Es scheint jedoch, dass diejenigen, die sich gut ernähren und sich ausreichend bewegen, in der Lage sind, die negativen Auswirkungen von Stress auszugleichen. Eine bessere Stressbewältigung kann sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Klopak betont jedoch, dass die Art der Studie, die von ihm und seinem Team durchgeführt wird, Ursache und Wirkung nicht vollständig erklären kann. Weitere Studien sind erforderlich, um besser zu verstehen, wie chronischer Stress die Immunalterung beeinflusst.

“Ein weniger alterndes Immunsystem ist besser in der Lage, Infektionen zu bekämpfen und eine schützende Immunität durch Impfstoffe zu erzeugen. Eine alternde Immunität könnte erklären, warum Menschen mit zunehmendem Alter mit größerer Wahrscheinlichkeit schwerere Fälle von Covid-19 haben und schwächer auf Impfstoffe reagieren. Für die Forschung Es ist wichtig, besser zu verstehen, wie das Immunsystem altert“, sagt Eric Klopak.

Quellen: Stud University of Southern California,Gespräch

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