Kirchstetten – Oper mit schrillen Schwestern und “Bunga Bunga”

Wer sollte bei „Bunga Bunga“ dabei sein? Wenn es nach den hinterhältigen Schwestern geht, sind es sie und der Prinz – auf keinen Fall die Schwester. Im kleinsten Opernhaus Österreichs, dem Maulpertschsaal auf Schloss Kirchstetten, stand dieses Jahr Rossinis Oper „La Cenerentola“ – die italienische Version von Cinderella – auf dem Programm, am 1. August gab es eine umjubelte Premiere.

Richard Banzenbock setzte in seiner Regie erneut auf die Kraft der Farbe: Alles Fake versucht sich in den Vordergrund zu drängen. Das Reine und Rechte bleibt vorbehalten: „Ich wollte Farbräume schaffen, damit das Publikum auf den ersten Blick sieht, wie Menschen zusammengehören“, sagt Banzenbock. Ein Farbführungskonzept, das er tatsächlich in früheren Produktionen verwendet hat.

„Ich wollte Farbräume schaffen, damit man sofort sieht, wie Menschen zusammengehören.“
Richard Banzenbock, Direktor

Die Inkognito-Schwestern Clorinda und Tesby alias Garciduenas und Sivana Salmassi lieben knallige Farben und glamouröse Frisuren. Stiefvater Daniel Macchiantelli – wieder sexy – ist eine magere Schönheit, die vor dem entscheidenden Ball feiert, dass er seine beiden Töchter zum Prinzen bringen kann. Kontrast: Prinz Andrés Alzat Gaviria trägt ein schlichtes Leinengewand, Titelheldin „Cenerentola Angelina“ Rachel Detherge erscheint in dem als Hausarbeit gekennzeichneten Kleid. Die Schwestern und der Stiefvater arbeiten hart daran: Wichtige Mädchen spielen, putzen, sogar die Glatze von Musikdirektor Homan Khalatbari sollte da sein, sie poliert sie, bis sie glänzt.

Verwandlung von Aschenputtel zu Prinzessin? Regisseur Panzenböck, der beim ORF für das Puppenspiel zuständig ist, setzt wieder auf das Puppenspiel, das Verwandlung zeigt, als Deatherage zur Abwechslung von der Bühne stürmt. Emilio Marcucci singt den Lehrer des Prinzen, der als allegorische Fee dafür sorgt, dass auch Cenerentola den Ball besuchen kann. Alberto Martinez ist der Diener, der den bösen Schwestern als falscher Prinz präsentiert wird.

Das Besondere an Kirchstetten: Die Sänger sind oft nur eine Armlänge entfernt und das Publikum wird auch während des Auftritts angesprochen. Und wenn sich im „Bunga Bunga“ auf der zwei mal sieben Meter großen Bühne zwölf Menschen treffen, wird es warm und eng auf dem „Kunstrasen“. Der Effekt dieser Kompaktheit ist noch größer.

Fazit : Ein intensives, geradliniges Opernerlebnis mit tollen Klängen, so bunt, laut und so lustig.

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