Fußball-Europameisterschaft: Das Rekordturnier ist eine große Chance

“Wenn nicht jetzt, wann dann?”, fragte der 54-Jährige vor dem verlorenen Endspiel gegen England eindringlich. „Am Ende werden wir nur gewinnen, wenn wir alles, was jetzt passiert – egal wo – nachhaltig beenden können.“ „Da muss doch was übrig bleiben“, forderte Vos-Tecklenburg. Ihre Teamkollegin stimmte der österreichischen Teamchefin Irene Fuhrmann zu. „Fußball wird schneller und sportlicher. Das hat mit der zunehmenden Professionalität zu tun. Da gibt es noch mehr zu tun“, sagte der Wiener, dessen Team das Viertelfinale erreichte.

Sportlich sieht es so aus, als wäre der nächste Schritt getan. “Aus fußballerischer Sicht war dieses Turnier durchaus überzeugend. ORF-Expertin Nadine Prohaska sagte, der Einsatz und die Fröhlichkeit beflügelten auch die vielen Zuschauer, die sich in den Ligen engagieren sollten, um den Frauenfußball weiterzuentwickeln.” Ihr Teamkollege Sargon Duran ist sich sicher: “Frauenfußball ist auf dem nächsten Level. Diese Euphorie darf nicht wieder verblassen.” Runde wird ihre Spuren hinterlassen.

Talk: Das war die Fußball-Europameisterschaft 2022

ORF-Sportmoderatorin Alina Zellhofer ist zu Gast im „Studio 2“ für einen Rückblick auf die vergangene Fußball-Europameisterschaft. England wurde am Sonntag im Spiel gegen Deutschland Europameister.

Athletisch und überzeugend auf der Tribüne

Aber schon jetzt ist klar, dass 2022 ein Rekordjahr für den Frauenfußball wird. Im Frühjahr der Champions League kamen 91.658 Fans zum Duell zwischen dem FC Barcelona und dem VfL Wolfsburg ins Camp Nou und stellten einen neuen Besucherrekord im Frauenfußball auf, während die EM-Endrunde im Heimatland des Fußballs weiter Schritt hielt.

REUTERS/Peter Chibura

Chloe Kelly erzielte Englands 22. Tor im Finale, was ebenfalls einen neuen Turnierrekord darstellt

Was mit dem Auftaktspiel zwischen England und Österreich (1:0) im legendären Old Trafford bei Manchester vor 68.871 Fans begann, endete mit 87.192 im Finale zwischen England und Deutschland (2:1 im Anschluss) im legendären Wembley-Stadion. . Am Ende erreichten 574.875 Menschen die Stadien, mehr als doppelt so viel wie der bisherige Rekord von der EM 2017 (240.055) in den Niederlanden.

Auch sportlich gab es einige Rekorde zu vermelden, darunter die meisten für England bei der Endrunde mit 22 Toren. Grund dafür war der unerwartete 8:0-Sieg gegen Norwegen, der auch in den Medien für Aufsehen sorgte. Auch die Berichterstattung erreichte ein neues Level, ob in England, Deutschland oder Österreich, Spieler von diversen Covern lachten, und es war das Thema des Tages.

Erscheint auch in sozialen Netzwerken

Auch die sozialen Netzwerke haben dieses Jahr sehr geholfen. “Ich glaube, wir haben ein europäisches Social-Media-Turnier mit riesigen Klickraten gesehen. Das bedeutet, dass man einen gewissen Bekanntheitsgrad hat”, sagte Guti Chatzialexio, Präsident der Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Allen voran die Österreicher und Österreicher Die Deutschen wussten diese Plattformen mit ihren Jubiläumsliedern zu nutzen und ihre Freude mit den Fans zu teilen.

„Dieses Turnier hat so viel für den Frauenfußball getan, aber auch für die Gesellschaft und für die Frauen in England, aber ich denke auch in Europa und auf der ganzen Welt“, sagte Sarina Wiegmann, die jetzt nach den Niederlanden auf dem Thron sitzt. Alle ihre bisherigen zwölf Spiele in der Europameisterschaft. Auch Vos-Tecklenburg hinterließ bei seinem deutschen Team einen solchen Eindruck, dass am Montag Tausende den zweiten Platz bei der Europameisterschaft in Frankfurt feierten.

England als Vorbild für Deutschland und seine Partner.

Traditionell würde man hoffen, diesen Schwung mitzunehmen, aber diese Hoffnung ist nicht neu. Nach jedem seiner vielen Titel – acht bei der Europameisterschaft, 2003 und 2007 bei der Weltmeisterschaft und Olympia-Gold 2016 – hatten sich Bund und Liga das erhofft. Auch nach der Heim-WM 2011 verblasste die Wirkung. Seit 2014, als sich die heutige Kapitänin Alexandra Pope in Wolfsburg gegen Frankfurt zur Deutschen Meisterin krönte, liegt der Zuschauerrekord bei 12.464.

Jetzt sieht man sofort, was England geleistet hat, und das kann sich auch auf Deutschland auswirken. Kritik an der aktuellen Situation machte sich breit, weil England in puncto Professionalität ins Hintertreffen geriet. Mit Chelsea und Arsenal geben zwei Top-Mannschaften der Männer den Ton in der Liga an, während Manchester City, United und Tottenham inzwischen weit vorne spielen.

ÖFB-Torhüterin Manuela Zinsberger bestätigt: „Arsenal gegen Chelsea, das hat einen Namen, und auch eine Macht im TV.“ „England ist definitiv führend, da passiert in so kurzer Zeit sehr viel. Die Liga hat sich professionalisiert, es gibt attraktive Gegner, Stadien, Infrastruktur und Geld spielen auch eine entscheidende Rolle“, sagt Kapitänin Victoria Schneanderbeck, die erst kürzlich bei ihr unterschrieben hat Tottenham. “Jetzt brauchen wir klare Strategien und Umsetzungen. Wir müssen mehr Talente fördern, in die großen Stadien gehen und ein Grundgehalt in der Bundesliga verdienen”, forderte Voss-Tecklenburg.

Europameister England gastierte in Wiener Neustadt

In Österreich hingegen ist man von solchen Dimensionen weit entfernt, zumal ein Zugpferd wie Red Bull Salzburg eindeutig kein Potenzial sieht. Mit LASK und GAK starteten vor einem Jahr zwei weitere Kaliber in die Damenabteilung, und auch Rapid entschied sich nach jahrelangem Zögern, in zwei Jahren mit einer Damenmannschaft zu starten. So wirst du.

Aber auch die beiden ÖFB-Meister bei der EM kämpfen für das Wohl der Fans. Seit 2012 haben sich für ein Heimspiel 3.600 Zuschauer angemeldet. Dabei wird es bleiben, auch wenn der Europameister zu Gast in Wiener Neustadt auftritt. Denn sonst kommen nur rund 1400 auf den ÖFB-Frauenheimhof, da weicht man nicht einmal in einen großen Hof aus. Der Verein hofft, mindestens 3.000 Menschen satt zu haben. Wenn dem so ist, wäre es zumindest der erste positive Trend nach den Rekordmeisterschaften.

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