Fast dürfte nach dem 1:2 in Neftci Baku in der ECL-Qualifikation zittern

Dank Stürmer Guido Burgstaler (Nr. 95) in letzter Minute dürfen die Rapidlers noch auf einen Aufstieg hoffen. Ataa Jaber brachte Neftchi in der 44. Minute mit einem Distanzschuss in Führung, der von Rapid-Verteidiger Kevin Witter geklärt wurde. Kenneth Saif spielte für die Mannschaft von Laureniu Reghecampf, der zuvor den Zyprer Aris Limassol nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel besiegt hatte, ein Allzeit-Double.

Schaffen die Hütteldorfer in einer Woche die Rückkehr, steht als letzte Hürde auf dem Weg zum Europapokal der Sieger des Duells zwischen Konyaspor und Vaduz. Schnell-Trainer Ferdinand Wildhofer veränderte seine Elf von Beginn an auf fünf Plätzen im Vergleich zum 1:0 in der österreichischen Liga Klagenfurt. Guido Burgstaller, Marco Grol, Alexa Bejic, Moritz Oswald und Wimmer durften von vorne beginnen, der geduldige Patrick Grill kam eine Stunde später.

Innenverteidiger Emmanuel Ayew, der kurz vor dem Wechsel zum Serie-A-Aufsteiger US Cremonese stand, fehlte in Baku. Hütteldorfer könnte sich laut Medien über eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro freuen, die durch Boni um 500.000 Euro steigen könnte. „Es ist möglich, dass die Hinrichtung in den kommenden Tagen gemeldet wird“, sagte Sportdirektor Zoran Parisic im ORF.

Bei schwülen Bedingungen um die 30 Grad hätte Feldhofers Team vor rund 10.000 Zuschauern in der Paxel Arena beinahe einen Fehlstart erwischt. Exakt zwei Minuten waren gespielt, als der völlig freistehende ghanaische Neftchi-Stürmer Godsway Donioh den schnellen Torhüter Niklas Heidel aus zehn Metern zu einer Parade zwang. In einer schnellen Anfangsphase näherte sich der Alfien schnell dem gegnerischen Tor, ein Fallrückzieher von Bernard Zimmermann sah nett aus, war aber harmlos (5.).

Kurz darauf fehlte Ante Bajic bei einem Pass von Stangl auf Burgstaller aus aussichtsreicher Position (10.) sowie einem wuchtigen Distanzschuss aus rund 18 Metern an die Latte (17.) die nötige Treffsicherheit. Im Duell um den Abpraller wurde Marco Grol von Nevci-Torhüter Ivan Bricic mit dem Fuß fallen gelassen, doch der Pfiff des kroatischen Schiedsrichters Dario Bell blieb stumm.

Das Spiel hat sich mit zahlreichen Möglichkeiten für beide Seiten entwickelt. Grün-Weiß kam im Offensivspiel durch häufige Spielwechsel immer wieder gefährlich vor das Tor von Neftci, ließ zuletzt aber die Durchschlagskraft vermissen. Zudem agierte die Abwehr oft verwirrt, wenn die Gastgeber schnell konterten. Die Aserbaidschaner wurden im Laufe der ersten Halbzeit stärker, gingen aber glücklicherweise noch vor der Pause in Führung.

Nach einem Mannschaftswechsel traf Donoghue mit dem Fuß zum 2:0, der 27-Jährige vergab aus guter Position (51.). Bei Rapid schlichen sich beim Pressing von Neftci immer mehr Ungenauigkeiten ein. Hedl musste den Schuss von Saief zunächst mit einer Flucht entschärfen (57. Minute). Dann kassierte die schnelle Abwehr ein weiteres Gegentor: In einem völlig chaotischen Versuch, das Spiel geordnet aufzubauen, verfehlte der direkt zuvor gekommene Grill Stürmer Seif, der Heidel umdrehte und den Ball zwischen die Beine des Angreifers legte. Es geht ins Tor.

In der Schlussphase hatten die Green Eggs Pech mit guten Chancen von Nicholas Kohn (65., 80., 91.) und Grill (92.). Wenige Sekunden vor dem Ende köpfte Rene Krewak einen langen Ball auf Burgstaler, der nur den langen Pfosten rettete.

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