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voestalpine AG: voestalpine mit Rekordergebnis im ersten Quartal 2022/23

04.08.2022 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent/Herausgeber verantwortlich.

  • Der Umsatz im ersten Quartal 2022/23 betrug 4,6 Mrd. €, ein Plus von 37,7 % gegenüber dem Vorjahr (3,4 Mrd. €)
  • EBITDA von 879 Mio. € (Vorjahr: 522 Mio. €)
  • Das EBIT verdoppelte sich von 332 Mio. € im Vorjahr auf 693 Mio. €
  • Ergebnis vor Steuern betrug 670 Millionen Euro (Vorjahr: 311 Millionen Euro) und Ergebnis nach Steuern 615 Millionen Euro (Vorjahr: 259 Millionen Euro)
  • Die Gearing Ratio verbesserte sich im Jahresvergleich von 43,8 % auf 29,8 %
  • Eigenkapital auf 7,7 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 6 Milliarden Euro)
  • Mitarbeiterzahl bei 49.900 FTE (+2,1%)
  • Historisch bestes operatives Quartalsergebnis in Q1 2022/23 nach dem Rekordjahr 2021/22; Allerdings liegt die Prognose unter dem Rekordergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres

Die voestalpine konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 (vom 1. April bis 30. Juni) an die sehr positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten des Stahl- und Technologiekonzerns hat sich im schwierigen Umfeld des Russland-/Ukrainekrieges, massiv gestiegener Energiepreise, anhaltender Lieferengpässe und Logistikeinschränkungen in allen Bereichen positiv entwickelt. Auch die europäische Automobilindustrie, die seit mehr als einem Jahr mit Lieferkettenengpässen und hohen Auftragsbeständen zu kämpfen hat, zeigte im ersten Geschäftsquartal einen leichten Aufwärtstrend. Einen deutlich positiven Aufwärtstrend verzeichnete die Luftfahrtbranche, die von der Zunahme der Passagierzahlen im Regionalflugverkehr und der daraus resultierenden steigenden Nachfrage nach Single-Aisle-Flugzeugen profitierte. Im Öl- und Gassektor stieg die Nachfrage auf Jahresbasis deutlich an; Der starke Anstieg der Energiepreise schafft Anreize, in Öl- und Gasprojekte zu investieren. Auch die Umstellung der US-Schutzzölle (Section 232) auf ein Quotensystem ab dem 1. Januar 2022 wirkt sich positiv auf die europäischen Produktionsstandorte aus. Der Geschäftsbereich Bahninfrastruktursysteme hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Im Bereich der Speichertechnik ist die Nachfrage konstant und der Bereich der Photovoltaikzellen, mit denen die voestalpine Infrastrukturen versorgt, hat einen regelrechten Boom erlebt.

Die voestalpine hat im ersten Geschäftsquartal ein sehr starkes Ergebnis geliefert. Wir sind uns jedoch der potenziellen Risiken bewusst, denen wir im zweiten Halbjahr 2022 aufgrund der schwierig einzuschätzenden wirtschaftlichen Entwicklung ausgesetzt sein könnten, und haben uns darauf gut vorbereitet, sagt Herbert Ebensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Entwicklung der Verkaufszahlen und Gewinne

Im Vergleich zum Vorjahr hat der voestalpine-Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen erzielt und das beste operative Quartalsergebnis seiner Geschichte erzielt. Die Zahlen im Einzelnen: Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stieg der Umsatz um 37,7 % von 3,4 Mrd. Euro auf 4,6 Mrd. Euro. Das EBITDA stieg um 68,5 % von 522 Mio. € auf 879 Mio. €. Noch deutlicher war der Zuwachs beim EBIT, das sich im ersten Quartal 2022/23 gegenüber dem Vorjahresquartal (332 Mio. €) auf 693 Mio. € verdoppelte. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Berichtszeitraum auf 670 Mio. € (Q1 2021/22: 311 Mio. €) und das Ergebnis nach Steuern auf 615 Mio. € (Q1 2021/22: 259 Mio. €). Die Eigenkapitalbasis ist mit 7,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (+28,5 %) und gegenüber dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2021/22 (+8,5 %) deutlich gestärkt. Die Nettofinanzverschuldung sank innerhalb eines Jahres um 12,8 % auf 2,3 Mrd. €. Die Gearing Ratio (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum Eigenkapital) verbesserte sich im Jahresvergleich von 43,8 % auf 29,8 %. Die Zahl der Mitarbeiter (FTE) im voestalpine-Konzern stieg im Jahresvergleich um 2,1 % von 48.880 auf 49.900.

Perspektiven

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 wurden die Konjunkturaussichten zunehmend pessimistischer. Angesichts der sich verschlechternden Stimmung ist trotz des derzeit hohen Auftragsbestands im voestalpine-Konzern nicht davon auszugehen, dass das Ergebnis auf dem Rekordniveau des ersten Quartals des Geschäftsjahres für den Rest des Geschäftsjahres 2022/23 fortgeführt wird.

Insbesondere für das zweite Halbjahr 2022/23 erwartet der Vorstand der voestalpine AG eine deutliche konjunkturelle Beruhigung mit ähnlichen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Unternehmens. Besonders betroffen sind erwartungsgemäß die zyklischen Geschäftsfelder des voestalpine-Konzerns. Dazu gehören neben dem Flachstahlbereich vor allem voestalpine-Produkte, die in die Marktsegmente Bau, Maschinenbau, Konsumgüter und Haushaltsgeräte geliefert werden. Andererseits müssen die Bereiche Bahninfrastruktur, Energie und Luftfahrt die vorherrschende positive Marktdynamik im Geschäftsjahr 2022/23 fortsetzen können.

Gemessen an den Produktionszahlen liegt die europäische Autoindustrie noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau, die Entwicklung im letzten Quartal deutet jedoch auf eine moderate Verbesserung hin. Der hohe Nachholbedarf bei den OEMs lässt zumindest eine stabile Nachfrage im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 erwarten. Wenn die Engpässe in den Lieferketten behoben werden, ist mit einer deutlichen Verbesserung der Nachfrage aus diesem Sektor zu rechnen.

Für das Gesamtjahr 2022/23 erwartet der Vorstand der voestalpine AG nach aktueller Einschätzung ein EBITDA von rund 2 Mrd. €.

In Europa hat sich das Risiko einer unzureichenden Gasversorgung in den letzten Monaten aufgrund politischer Spannungen aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erhöht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist in Europa ausreichend Erdgas verfügbar. Voraussetzung für die hier vorgestellten Hochrechnungen für das Geschäftsjahr 2022/23 ist jedoch eine weiterhin ausreichende Versorgungslage. Für den Fall, dass die Gasversorgung in Europa unterbrochen wird, ein Notfallmanagement greift oder das Preisniveau die Produzenten dazu zwingt, die Produktion zu drosseln, ist in vielen Industriebereichen mit erheblichen Störungen der Lieferketten zu rechnen. Dieser Ausblick geht daher davon aus, dass Europa weiterhin ausreichend mit Erdgas versorgt wird und zusätzliche derzeit schwer abschätzbare Risiken (wirtschaftliche Entwicklung, Lieferkettenunterbrechungen, Änderungen der Kundennachfrage, Rohstoff- und Energiekosten) beherrschbar bleiben.

voestalpine in Zahlen

Erstes Quartal des Geschäftsjahres 22/2021 * Erstes Quartal des Geschäftsjahres 23/2022 Sie ändern sich
01.04.-30.06.2021 01.04.-30.06.2022 in %
Erlöse 3.373,9 4.645,4 +37,7
EBITDA 521.7 879,1 +68,5
EBITDA-Marge 15,5 % 18,9 %
EBIT 331.5 692.7 +109,0
EBIT-Marge 9,8 % 14,9 %
Ergebnis vor Steuern 310.9 670.3 +115,6
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 251,3 523.4 +108,3
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten 7,9 91.1 +1.053.2
Ergebnis nach Steuern ** 259,2 614,5 +137,1
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,42 3,34 +135.2
Verschuldungsgrad in % (30.06.) 43,8 % 29,8 %
Millionen Euro

* 1. Quartal 2021/22 teilweise rückwirkend überarbeitet. Siehe Geschäftsbericht 2021/202 für weitere Details.
** Vor Abzug nicht beherrschender Anteile.

Der Bericht Q1 2022/23 der voestalpine AG zum 30. Juni 2022 ist auf der Website des Unternehmens verfügbar www.voestalpine.com Verfügbar im Abschnitt Investoren.

Abfragehinweis
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peter.felsbach@voestalpine.com

08.04.2022 Mitteilung zu Unternehmensnachrichten/Finanznachrichten, veröffentlicht von der EQS Group AG. www.eqs.com

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