Die Tarifverhandlungen für das Lufthansa-Bodenpersonal werden fortgesetzt

Nach einem bundesweiten Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals sprachen die Gewerkschaft Verdi und das Unternehmen wieder miteinander. Begleitet von Protesten einiger Arbeitnehmer trafen sich die Delegierten am Mittwoch am Frankfurter Flughafen zur dritten Tarifrunde.

Zwei Tage brauchten die beiden Parteien, um sich auf Gehälter und Arbeitsbedingungen für rund 20.000 Beschäftigte zu einigen. Für den Fall einer Meinungsverschiedenheit hat Verdi-Verhandlungsführerin Kristen Behle bereits mit weiteren Streiks in der Hauptreisezeit gedroht. Lufthansa verlangte ein endgültiges Angebot.

Er will schnell seinen Abschluss machen

Laut einem intern verbreiteten Interview strebt Lufthansa-Personalvorstand Michael Neijemann noch in dieser Woche einen schnellen Abschluss an. Er äußerte Verständnis für die starke Unzufriedenheit in der Belegschaft: “Statt wieder langsam anzufangen, stehen unsere Mitarbeiter größtenteils vor hohen betrieblichen Belastungen. Das führt zu viel Frust. Es ist jetzt wichtig, nach vorne zu schauen. Was zählt, ist, dass wir.” mit ver .di als Sozialpartner eine Vereinbarung zum Wohle unserer Mitarbeiter treffen.“

Mit ihrem Warnstreik am vergangenen Mittwoch strich Verdi mehr als 1000 Lufthansa-Flüge und damit fast den gesamten Reiseplan. Rund 134.000 Passagiere mussten ihre Pläne ändern, viele Passagiere saßen in Drehkreuzen fest. Betroffen waren auch 19 Flüge der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA).

Anforderungen

Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 9,5 Prozent über zwölf Monate, aber mindestens 350 Euro pro Monat, was zu höheren Steigerungen in unteren Gehaltsklassen führen würde. Außerdem muss der Mindeststundenlohn auf mindestens 13 Euro steigen, danach hat er einen tarifvertraglich vereinbarten Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn. Am 1. Oktober dieses Jahres steigt dieser auf 12 Euro.

Der Konzern hatte eine zweistufige Erhöhung des Grundgehalts um insgesamt 250 Euro über 18 Monate angeboten. Das Unternehmen hat errechnet, dass dies zu zweistelligen Wachstumsraten für Bonuspools in Höhe von insgesamt 3.000 € führen wird. Außerdem soll es ab Juli 2023 pro 2 Prozent mehr Geld geben, wenn der Konzern wieder Gewinne macht. Auch Verdi weist diese Assoziation mit dem Score der Gruppe zurück.

Union-Cockpit

Lufthansa führt unterdessen Sondierungsgespräche mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Bei der Abstimmung stimmten ihre Mitglieder mit deutlicher Mehrheit unbefristeten Streiks zu, aber solche Streiks wurden zunächst nicht ausgerufen. Hier signalisierte Niggemann seinen Wunsch, die zuvor vom Konzern einseitig gekündigte Perspektivvereinbarung wieder aufleben zu lassen. Bis Ende 2021 sicherte sie sich die Reservierung von 325 Flugzeugen der Lufthansa und Lufthansa Cargo für reguläre Piloten.

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