Die Hoffnung auf die Champions-League-Playoffs für Storm Gras geht weiter

Für Sturm Graz ist der Weg in die Fußball-Champions-League-Playoffs noch hart. Nach der 0:1-Heimniederlage im dritten Vorrunden-Hinspiel bei Dynamo Kyiv am Mittwoch im Ausweichquartier im polnischen ód steht der 16-fache Meister Ukraine weiterhin als Favorit fest. Doch die Styrs denken nicht ans Aufgeben, sie wollen mit einer besseren Leistung am Dienstag in Graz den Wandel vollziehen.

Nur die ersten 27 Minuten im Mejski-Stadion waren zufriedenstellend. Die Leistung des Sterion-Teams erinnert an den 2:1-Sieg am Samstag in der Liga gegen Serienmeister Salzburg. Rasmus Höjlund hätte sich nach seinem Doppelpack gegen die „Bullen“ mit zwei Toren „unsterblich“ machen können, doch bei den besten Chancen (20., 24.) fehlte ihm die nötige Kompetenz. „Wir müssen einfach die Initiative ergreifen“, sagte Sturm-Trainer Christian Elzer, „solche Chancen muss man gegen so einen großen Gegner nutzen.“

Ausgerechnet in der besten Phase der Gäste fiel der Treffer, und er spielte ähnlich wie eine Sturmchance über den linken Flügel, allerdings mit einem wuchtigen Schuss von Oleksandr Carwaggio (28.). „Das zugelassene Gegentor hat uns verärgert“, bestätigte der 44-Jährige aus der Steiermark. In der Folge glänzten die Ukrainer mit einem sehr kompakten Auftritt und hoher Ballsicherheit und ließen Storm nur wenige Chancen zum schnellen Umschalten. Kyiv war auch in der zweiten Hälfte gefährlicher, aber dank des schlechten Abschlusses wurde der Sieg nicht verlängert.

Elzer: Es fehlte die Kraft und die Dynamik

„Man sieht, dass wir gegen eine erfahrene Spitzenmannschaft gespielt haben, die uns einfach überlegen war und verdient gewonnen hat“, sagte Trainer Sturm. Im Vergleich zum Wochenende fehlte seiner Mannschaft etwas Kraft und Vitalität. Vielleicht lag es an der sehr intensiven Leistung in Graz gegen Salzburg, während Kiew sich nur auf das CL-Spiel konzentrieren konnte.

Sturm wirkte noch nie so frisch, emotional und aggressiv wie beim letzten Mal. „Wir wussten, dass wir gegen Kyiv eine begrenzte Leistung brauchen, und das haben wir nicht geschafft. Aber es war keine schlechte Leistung, ich kann die Kräfteverhältnisse schon jetzt klar einschätzen“, resümierte Elzer. Nach einem erfolgreichen Auftritt 2009 gegen Metalist Kharkiv im Play-off der Europa League drohte seinem Team das Aus im zweiten Spiel des Europapokals mit einem ukrainischen Vertreter.

Sturm hofft auf das Rückspiel

Die rund 400 mitgereisten Fans mussten wie ein Sturmgefolge enttäuscht die Heimreise antreten. Am Dienstag sieht die Betreuung in der möglicherweise ausverkauften Merkur-Arena ganz anders aus. „Es steht nur 0:1, also ist alles offen. Unsere Fans zu Hause werden uns die Kraft geben, die wir dafür brauchen“, zeigte sich Offensivspieler Tommy Horvat optimistisch. Auch Kapitän Stefan Herlander merkte an, dass für seine Fans viel möglich sei. „Wenn wir 0:0 gespielt haben, brauchten wir ein Tor, jetzt brauchen wir ein Tor, um wieder ins Spiel zu kommen“, sagte der 31-Jährige.

Das Match zeigte, dass der Gegner vollkommen zur Stelle war. „Wir haben unser Leistungsniveau noch nicht ganz erreicht, aber wir finden noch die eine oder andere Möglichkeit, das stimmt mich optimistisch“, sagte Hierländer. Die Chancenverteilung will er nicht mehr als „50:50“ bezeichnen. “Wir werden einen Plan haben und müssen es besser machen, um in die Play-offs zu kommen.” Auch Stürmer Manpreet Sarkarya wusste, dass eine Steigerung nötig sei: „Wir müssen unsere Spielweise besser lösen und die Chancen effektiv nutzen.“

Auch die Höhe verlor Elzer nicht aus den Augen. „Mit dem Ergebnis können wir auf jeden Fall arbeiten, das wollen wir am Dienstag korrigieren, und wir glauben noch an das Gefühl“, bestätigte der ehemalige Austria-Trainer. Sie werden hart versuchen, zu gewinnen.

Jantscher vor der Rückkehr

Bereits in einer Woche kann Jakob Jantscher eine wichtige Rolle spielen. Der Offensivspieler, der sich einen Wadenmuskelfaserriss zugezogen hatte, wurde in Polen schmerzlich vermisst. “Es ist klar, dass Spieler dieser Qualität in der Mannschaft fehlen”, sagte Herlander. Der 33-Jährige kann möglicherweise am Samstag in Reed in die Liga zurückkehren. Die Ukrainer können sich wieder auf das Rückspiel konzentrieren, da die Liga in ihrem vom Krieg heimgesuchten Heimatland immer noch ruht.

Leave a Comment

%d bloggers like this: