Die Abstimmung für Johnsons Nachfolger beginnt – Truss Support

Aktualisiert am 08.01.2022 um 21:22 Uhr

  • Zwei Kandidaten blieben im internen Ausscheidungsverfahren: Liz Truss und Rishi Sunak.
  • Jemand wird in die Downing Street ziehen. Verantwortlich ist eine kleine Gruppe.

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Mitglieder der Konservativen Partei in Großbritannien seit Montag Wahl zum Nachfolger von Premierminister Boris Johnson. Am Abend sollen Außenministerin Liz Truss und der frühere Schatzkanzler Rishi Sunak, die sich bei einer Wahlveranstaltung im südwestenglischen Exeter für die Abstimmung eingesetzt hatten, ihre Stimme abgeben. „Es ist Zeit, mutig zu werden“, sagte Truss den Parteimitgliedern.

Der 42-jährige Sunak, der spät in die Umfragen kam, versprach „drastische“ Steuersenkungen, um die Bürger für „harte Arbeit“ zu belohnen und das Wachstum anzukurbeln. Gegner werfen ihm jedoch vor, für die höchste Steuerlast seit 70 Jahren verantwortlich zu sein. Auch Truss will die Steuern senken, aber im Gegensatz zu Sunak will sie es schneller tun.

Prominente Unterstützung bekam der 47-jährige Favorit von Handelsministerin Penny Mordaunt, die aus dem parteiinternen Wettbewerb der Johnson-Nachfolge als Dritte ausgeschieden war und am Montag überraschend hinter Truss stand. „Ich kann jetzt eine Pina Colada haben”, sagte Mordaunt in Exeter. „Aber ich bin hier, weil es so wichtig ist.” Für sie ist Truss der „Kandidat der Hoffnung“.

Truss ist auch eine Favoritin, weil sie die scheidende Premierministerin ist Johnson Immer wieder verteidigte er ihn und stand ihm treu zur Seite. Mit dem derzeitigen Finanzminister Nadim Zahawi ist ein weiterer prominenter Anwalt zu Truss gestoßen.

Die Partei hatte angekündigt, dass die Mitglieder ihre Stimmzettel zwischen dem 1. und 5. August erhalten würden. Bis zum 2. September können Sie dann per Brief oder online Ihre Stimme abgeben – und bis dahin Ihre Entscheidung wieder ändern. Das Ergebnis wird am 5. September bekannt gegeben. Der Gewinner zieht dann ins Government House in der Downing Street. Der amtierende Premierminister Johnson hat am 7. Juli nach beispiellosem Druck des Kabinetts seinen Rücktritt angekündigt. Viele Skandale folgten. Viele Konservative beklagen Johnsons Abgang.

Das Wahlsystem löst Kritik aus

Es wird nun interessant sein zu sehen, ob Truss und Sunak in den kommenden Wochen die Stimmung ändern werden. Am Donnerstag trafen sie in einem Fernsehduell aufeinander. Bis zum Ende der Wahlperiode sind außerdem zehn weitere Regionalkonferenzen, sogenannte Kundgebungen, geplant, bei denen die beiden Kandidaten Fragen aus der Parteibasis beantworten werden.

Stimmberechtigt sind alle Mitglieder, die bis spätestens 3. Juni der Konservativen Partei beigetreten sind. Für Kritik sorgt, wie schon bei früheren Stichwahlen, die Tatsache, dass nur ein kleiner Personenkreis darüber entscheidet, wer an der Spitze des rund 67 Millionen Einwohner zählenden Landes steht.

Gouverneure machen keine Angaben zur Anzahl ihrer Mitglieder. Die Partei teilte lediglich mit, dass die Zahl der Wähler inzwischen größer sei als bei der Wahl von Boris Johnson im Jahr 2019. Damals beteiligten sich rund 160.000 Menschen, etwa 0,3 Prozent der gesamten Wählerschaft. Schätzungen gehen mittlerweile von bis zu 200.000 Mitgliedern aus. Abhaltung vorgezogener Parlamentswahlen, nachdem die Entscheidung von der Opposition genannt wurde, aber es ist nicht obligatorisch. Die nächste reguläre bundesweite Abstimmung ist für 2024 geplant. (T/DPA)

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