Der Bedarf an Herzklappenoperationen hat stark zugenommen

Atemnot, Schwindel, Druckgefühl in der Brust – das sind typische Symptome einer Herzklappenstenose. Betroffen sind bis zu acht Prozent der Österreicher über 75 Jahre. Eine Behandlungsoption ist die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI). Eine Prothese wird über die Leistenarterie in das Herz eingeführt, mit einem Ballon geöffnet und implantiert.

ORF

Die Herzklappenprothese wird mit einem Katheter durch die Leiste bis ins Herz geführt – der Schnitt ist nur einen halben Zentimeter groß

Dieser Eingriff wird in der Universitätsklinik St. Pölten bis zu 15 Mal pro Woche durchgeführt. Für das Herzkatheter-Team ist es Routine, Leben zu retten: Jeder vierte Mensch mit stark verengten Herzklappen stirbt unbehandelt innerhalb eines Jahres.

Die Operation dauert in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde, während der der Patient wach bleibt. noe.ORF.at durfte in einem solchen Verfahren bestehen. Mödlinger Gerald Maresch sagt, er habe es sich schlimmer vorgestellt. “Es lief eigentlich sehr gut.” Nach der Operation hofft er, beim Gehen oder Treppensteigen leichter atmen zu können. „Bis mir all diese Dinge, die zu einer positiven Lebenshälfte gehören, wieder leichter fallen.“

TAVI ist eine relativ neue Methode. Im Gegensatz zu Operationen am offenen Herzen können Patienten oft schon nach wenigen Stunden aufwachen. „Wir haben die Methode in großen Studien sehr ausführlich untersucht und es hat sich gezeigt, dass sie nicht nur für sehr gebrechliche Menschen von Vorteil ist, sondern auch für jüngere Menschen, die ein geringeres Risiko haben, gleiche oder sogar bessere Ergebnisse nach offener Herzchirurgie“, sagt Julia Macherbauer, Primäre Kardiologie am Universitätsklinikum St. Pölten.

Großer Auftrag, aber sehr wenige OP-Tische

Seit 2020 ist die Zahl solcher Operationen in St. Pölten von etwa 300 auf etwa 400 gestiegen. Angeblich führt kein anderes Krankenhaus in Österreich so viele dieser Operationen durch. Und die Nachfrage wächst, so Julia Macherbauer: „Wir vergeben bereits im Dezember Termine. Und wenn man weiß, dass 25 Prozent der Patienten, die Symptome entwickeln, innerhalb eines Jahres an einer schweren Stenose sterben, dann weiß man auch, dass das so sein soll und soll.“ relativ schnell behandelt” .

Die Expertise ist da, aber das Uniklinikum stoße jetzt an seine operativen Grenzen, sagt Mescherbauer: „Wir haben hier nur begrenzte Kapazitäten, jeder kennt jeden Schritt, wir arbeiten kosteneffizient, sparen so Personal, aber wir brauchen mehr OP-Tische.“ „Mindestens ein dritter Fahrplan wird notwendig sein, um die erhöhte Nachfrage in den kommenden Jahren bewältigen zu können. Das Universitätsklinikum St. Pölten ist übrigens das einzige Krankenhaus in Niederösterreich, in dem TAVIS durchgeführt werden kann.

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