Bürgermeister Ludwig von Wien erhält den Smart and Sustainable Urban Development Award in Singapur | PID drücken

Wien Im März 2022 verlieh die Republik Singapur Wien den „Lee Kuan Yew City World Prize 2020“. Bürgermeister Michael Ludwig nahm die weltberühmte Auszeichnung gestern Abend im Rahmen des World Cities Summit 2022 in Singapur entgegen. Der alle zwei Jahre vom südostasiatischen Stadtstaat vergebene Preis würdigt herausragende Leistungen und Beiträge zur Schaffung lebenswerter, lebendiger und nachhaltiger urbaner Gemeinschaften auf der ganzen Welt.

“Die Preisverleihung gibt mir das Gefühl, dass unser Wiener Ansatz in der Stadt- und Zukunftsplanung in die richtige Richtung geht. Zum Beispiel im Bereich Wohnen: 62 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben in Sozial- oder Sozialwohnungen”, sagte Stadtdirektor Ludwig bei der Preisverleihung vor vielen Kollegen aus aller Welt. Ludwig betonte in seiner Rede „das Suchen und Finden der richtigen Antworten auf drängende Probleme und schwierige Fragen“. Denn – wie schon vor 100 Jahren in der Ära des „Roten Wien“ – gibt es nur ein Credo, an dem sich alles kommunale Handeln orientieren sollte: „den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“.

Die Stadt Gratzl und kurze Wege

Aber Wien ist auch eine Stadt der „sozialen Inklusion“; „Niemand wird ausgegrenzt oder zurückgelassen“, sagte Bürgermeister Ludwig, der das Gratzlin-Modell als Beispiel nannte, in dem Wienerinnen und Wiener aller Generationen und Kulturen in Harmonie miteinander leben und neue Maßnahmen zur Verbesserung des guten Zusammenhalts mitbestimmen können. “Neben den bestehenden entstehen neue Nahzentren – mit allem, was man im Alltag braucht. Schöner Nebeneffekt: Es macht auch Lust, mehr zu Fuß zu gehen und Rad zu fahren”, so Ludwig. Künftig sollen alle genug Grün haben Platz in einer maximalen Reichweite von 250 Metern von seiner Wohnadresse – was in einer Stadt mit 53 Prozent der Stadtfläche als Grünflächen oder Gewässer „völlig angemessen“ erscheint, so Stadtdirektor Ludwig.

Aktuelle Problemfelder wie der Klimawandel und die seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine besonders drängende Problematik der drohenden Energieknappheit werden durch die „Climate Smart City Strategy“ adressiert. Um das Ziel dieses Programms zu erreichen – Wien bis 2040 CO2-neutral zu machen – wurde ein ganzes Bündel an Maßnahmen gesetzt: „Nur beim Ausbau von PV-Anlagen – auf Rasenflächen, aber auch auf Dächern und Fassaden – 1.2 Milliarden Euro werden investiert.Darüber hinaus haben wir tolle Projekte zur Nutzung von Geothermie – 3.000 Meter unterhalb der Seestadt Aspern – und zum Ausbau der lokalen Wasserstoff-Wertschöpfungskette“, sagt der Wiener Bürgermeister.

Ludwig abschließend: „Wenn Sie mich jetzt nach dem ‚Wiener Erfolgsrezept’ fragen müssten: Wir streben eine gemeinsame urbane Zukunft an, die intelligent, menschenwürdig, nachhaltig und friedlich ist, und denken gleichzeitig an unsere Geschichte, die Werte unserer Kultur.“

World Cities Forum 2025 in Wien

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von Wiens Mischung aus Historie und Moderne. Die Stadt ruht auf ihren starken kulturellen und historischen Fundamenten und ist dank moderner Innovationen gleichzeitig eine nachhaltige und lebenswerte Stadt. Positiv hervorgehoben wurde auch, dass Wien aktiv an der Entwicklung seiner Stadt mitwirken konnte, ebenso wie die lange Tradition der Daseinsvorsorge und die hohe Servicequalität für alle Bürgerinnen und Bürger.

Frühere Gewinnerstädte waren Seoul, Medellin, Suzhou, New York und Bilbao. Der Preis ist nach dem ersten Premierminister von Singapur, Lee Kuan Yew, benannt, der maßgeblich dazu beigetragen hat, Singapur zu der üppigen Gartenstadt zu entwickeln, für die es heute berühmt ist. Der Wert des Preisgeldes beträgt umgerechnet mehr als 200.000 Euro, hinzu kommt eine Goldmedaille im Gegenwert von über 35.000 Euro. Darüber hinaus findet in Wien das „Global Cities Forum 2025“ statt, ein internationales Gipfeltreffen von mehr als 150 Bürgermeistern und anderen hochrangigen Teilnehmern. (schließen) rot

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