Billa baut jetzt Salat und Kräuter auf dem Parkplatz an – Economy

Gemeinsam mit einem Startup experimentiert Billa nun mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern in einer Schale, direkt vor der Filiale.

Ich bin nicht überrascht! Vor Bella Mehr Ein klassischer 40-Fuß-Seecontainer (12,19 m lang, 2,35 m breit und 2,39 m hoch) steht ab sofort in der Wienerbergstraße 25 in Wien, wo Salat und Kräuter angebaut werden. In der zweiten Augusthälfte können Sie in der Filiale Eichblätter, Kopfsalat, Petersilie, Basilikum und Koriander kaufen. Alle Produkte werden zusammen mit dem Porzellanwürfel serviert, in dem sie gewachsen sind. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer erheblich.

Was soll das bedeuten? Es ist ein futuristisches Projekt, bei dem Bella in Zusammenarbeit mit dem israelischen Startup Vertical Field „vertikale Landwirtschaft“ testet. Durch die vertikale Anordnung der Pflanzen benötigt diese Art der Bepflanzung einen kleinen Teil der üblichen Fläche und 90 % weniger Wasser. Außerdem sind im vertikalen Feld keine Pflanzenschutzmittel erforderlich. Der Container ist verschlossen und darf nur von ausgewählten und entsprechend geschulten Personen mit Schutzkleidung betreten werden. Beleuchtung (LEDs 16 Stunden am Tag), Bewässerung, Düngung und Klimatisierung funktionieren automatisch. In Notfallsituationen kann Vertical Field als Betreiber von überall auf der Welt mit Zugang zum Internet korrigierend eingreifen, beispielsweise über eine mobile Anwendung. Ein weiterer Vorteil des Containeranbaus: Die Transportwege vom Frischgemüse zum Markt sind null.

Vertical Farm im Parkhaus vor dem Bella Place in WienBella/Robert Harrison

Ganzjährig frische Produkte

„Vertical Farming ist eine zukunftsweisende Idee, um Lebensmittel möglichst frisch anbieten zu können. Bei Bella beschäftigen wir uns zunehmend mit alternativen Konzepten und Ideen, um nachhaltige Wege der Lebensmittelproduktion zu unterstützen oder – wie in diesem Fall – wir folgen ihr selbst, “, erklärt Eric Scharnitz, Vertriebsleiter von Bella. „Das erhöht die Versorgungssicherheit und unsere Kunden können sich über lokale Domains freuen – ganzjährig und quasi vor unserer Haustür gewachsen.“

Im Container an der Wienerbergstraße hat gerade der erste Pflanzzyklus begonnen. Bis zur ersten Ernte werden es etwa drei Wochen sein. Dann wird es möglich sein, die Produkte täglich frisch in der Filiale zu kaufen. Die Preise liegen laut Billa-Projektleiter Michael Eichinger in der Größenordnung von Bio-Ware. Die Kosten werden so kalkuliert, dass sich die Landwirtschaft unterm Strich für alle Beteiligten von Anfang an lohnt.

Ein weiterer Container bereits in Planung

Und so geht es weiter: Ein zweiter Container wird noch in diesem Jahr (vielleicht im vierten Quartal) vor der Billa-Filiale bei Wien gebaut (der genaue Standort ist noch nicht bekannt). Wenn die Kunden das Angebot gut annehmen, möchte Billa „Vertical Farming“ ausbauen. Sie haben nicht nur die Äste direkt im Blick. Ein weiteres Einsatzpotenzial liegt laut Eric Scharnitz in Containerfarmen in den sieben Austrian Fresh Service Lagern in Billa, für den Anbau von Gemüse und Co. direkt vor Ort. Salat und Kräuter sind nur der Anfang. Auch möglich – Erdbeeren, Pilze und mehr.

Nav-Account Bart Zeit02.08.2022, 08:28| Gesetz: 02.08.2022, 08:44

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