Bargeld sollte aufbewahrt werden | Christliche GewerkschafterInnengruppe Wien, 3. August 2022

Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Die versteckten Kosten digitaler Zahlungsmittel müssen endlich ehrlich aufgezeigt werden!“

Wien Fritz Boltel, Vorsitzender der FCG-ÖAAB-Bundestagsfraktion in der Arbeiterkammer Wien, hält den Jubel der Banken über die rasant zunehmende Nutzung digitaler Bezahlverfahren für nicht angebracht. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Verbraucherzahlungen mit Kredit-, Debitkarten und Smartphones – wenn auch pandemiebedingt – rasant zugenommen haben und derzeit bei 39 Prozent liegen, aber immer noch fast die Hälfte der Österreicher nur bar bezahlt. Und das hat einen Grund, sagt Pöltl: „Der Einsatz von Karten verleitet dazu, immer mehr Risiko auszugeben, während der Geldbeutel eine natürliche Grenze hat, was gerade Senioren sehr zu schätzen wissen.“

versteckte digitale Kosten

Besonders heimtückisch sind die versteckten Kosten im digitalen Bezahlen. Vom horrenden Preis einer Debitkarte, die üblicherweise alle drei Monate in Höhe von 5,40 Euro vom Konto abgebucht wird, bis hin zu seinen individuellen Reservierungszeilen. Leider ist es auch ein schreckliches Missverständnis, dass Kreditkarten kostenlos sind. Nach einigen Wochen oder Monaten klingelt meist die MasterCard- oder American Express-Kasse. Dann müssen Sie plötzlich zwischen 5,50 und 16 Euro monatlich bezahlen. Auch mit Kreditkarte gekaufte Waren sind durch den Kreditkartenrabatt deutlich teurer. Das sind die Gebühren, die der Händler für die Nutzung der Kreditkarte an die Bank zahlen muss. In der Regel stellt die Bank dafür ein Kartenlesegerät zur Verfügung. Die Gebühr hierfür ist selbstverständlich auch im Preis der gekauften Ware enthalten. Je nach Vereinbarung variiert die Höhe des Rabatts bei Großhändlern zwischen 0,6 % und 1 %, was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt. Bei Händlern und kleinen Boutiquen ist der Rabatt oft doppelt so hoch. „Früher hat man bei Barzahlung im Geschäft sogar 3 Prozent Rabatt angeboten“, erinnert sich Pöltl.

Enormes Sparpotential

Die Buchungszeile auf dem gedruckten Kontoblatt sollte niemals vernachlässigt werden. Wenn sich Hoover oder Bella für den Besuch bedankten, würde die Bank 0,55 pro Zeile berechnen. „Fünf Tagesreservierungen, egal ob im Lebensmittelgeschäft, in der Apotheke oder an der Tankstelle, kosten etwa 75 Euro im Monat! Mit Bargeld kann das sowieso nicht passieren“, weist Fritz Poeltel auf das enorme Bargeldsparpotenzial für die Mitarbeiter hin und Rentner.

Fragen und Kontakt:

Gruppe Christlicher Gewerkschafter in Wien
KR Friedrich Boltel
Landesdirektor FCG
Tel: 01/5344479481
Johann Böhm erster Platz
1020 Wien

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