ATX Richtungen: RBI, Palfinger, AT&S, Zumtobel…

08.02.2022, 6089 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse musste am gestrigen Montag einen Teil der Gewinne der Vorwoche abgeben. Der lokale Leitindex ATX verlor 0,40 Prozent auf 3.016,04 Punkte. Der Fokus liegt diese Woche auf den Unternehmenszahlen der Banken. Gestern wurden die Quartalszahlen der Erste Group veröffentlicht. Ersterer verlor trotz der guten Zahlen gestern 1,4 Prozent. Heute berichtete die Raiffeisen Bank, dass es gestern eine 2-prozentige Erhöhung für die Reserve Bank of India gab. Die BAWAG musste einen Abschlag von 0,7 Prozent hinnehmen. Darüber hinaus präsentiert AT&S heute seine Ergebnisse. Die heutigen Verlierer waren EVN mit minus 2,2 Prozent und Schuler-Blackman mit Verlusten von 1,8 Prozent. Unter den Gewinnern waren Palfinger mit einem Plus von 5,6 Prozent für den Kranhersteller und Zumtobel mit einem Plus von 3,2 Prozent.

Heute veröffentlichte die lokale Bank Raiffeisenbank International ihre Zahlen für 2Q22, die weit über den Erwartungen lagen. Der Nettozinsertrag stieg im Jahresvergleich um 57,1 % auf 1.214 Millionen €, was hauptsächlich auf höhere Zinssätze in mehreren Ländern der Gruppe und ein starkes Kreditwachstum zurückzuführen ist. Den größten Anstieg verzeichnete Russland aufgrund höherer Zinsen im Vergleich zum Vorjahr, einer Aufwertung des russischen Rubels, einer Zunahme des Kreditvolumens an Privat- und Firmenkunden sowie gestiegener Zinserträge aus dem Rückkaufgeschäft. Der starke Anstieg des Nettoertrags aus Gebühren und Provisionen (+82,6 % im Jahresvergleich) ist auf die verstärkte Aktivität von Firmen- und Privatkunden im Devisengeschäft, insbesondere aus dem Devisenkassageschäft in Russland, zurückzuführen. Das Betriebsergebnis stieg um 70,0 % auf 2.269 Mio. €. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Jahresvergleich um 20,0 % auf 857 Mio. €, und ein deutlicher Anstieg der Kernerlöse verbesserte die Kosten-Ertrags-Relation deutlich von 53,5 % auf 37,8 % im Jahresvergleich. Das Betriebsergebnis stieg um 127,7 % auf 1.412 Mio. Euro. Die Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, insbesondere der Kriegsausbruch im Februar dieses Jahres, schlugen sich in deutlich höheren Risikokosten in Osteuropa nieder. Insgesamt beliefen sich die Wertminderungen in Osteuropa im ersten Halbjahr auf 489 Millionen Euro (H1/21: 48 Millionen Euro), die durch verschlechterte Wirtschaftsbedingungen, Herabstufungen von Kunden, Ländern und Regierungen sowie in Russland bedingt waren die Folgen mehrerer Sanktionspakete der Europäischen Union und der USA. Im Vergleich zum ersten Quartal ging der Wert im zweiten Quartal um 24,1 % auf 242 Mio. € zurück, damit hat sich das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr auf 1.270 Mio. € mehr als verdreifacht. Die NPE-Quote blieb mit 1,6 % gegenüber dem Jahresende und auf Jahresbasis unverändert. Die NPE-Deckung lag zum Stichtag mit 60,7 % nach 62,5 % zum Jahresende leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres von 60 %. Die Quote des harten (Übergangs-)Tier 1 lag bei 13,4 % (+0,3 Prozentpunkte), die Quote des Tier 1 (Übergangs-)Kapitals unverändert bei 14,9 % und die Quote der privaten (Übergangs-)Fonds bei 16,7 % (-0,8 Prozent). Punkte). Die Breite wurde erhöht. Der Zinsüberschuss soll 2022 zwischen 4,3 Mrd. € und 4,7 Mrd. € und der Zinsüberschuss mindestens 2,7 Mrd. € betragen. Ohne Russland und Weißrussland sollen der Nettozinsertrag und der Provisionsüberschuss im Jahr 2022 um etwa 20 % bzw. 10 % steigen. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Verwaltungsaufwendungen einschließlich Fusionskosten für Akquisitionen zwischen 3,3 und 3,5 Milliarden Euro liegen werden in einer Kosten-Ertrags-Relation von etwa 45 %. Die neue Bildungsquote wird 2022 voraussichtlich 100 Basispunkte erreichen. Die Eigenkapitalquote dürfte 2022 über dem Zielwert von 13 % bleiben.
Q2/22: Betriebsergebnis: 2.269 Millionen € (1.810 H), Betriebsergebnis: 1.412 Millionen € (989 H), Gewinn vor Steuern: 1.082 Millionen € (578 H) Nettogewinn: 1.270 Millionen Euro (854 e)

AT&S

Der heimische Leiterplattenhersteller AT&S hat heute seine Zahlen für das erste Quartal 2022 bis 23 vorgelegt, die über den Schätzungen der Analysten lagen. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 um 58 % auf 503 Mio. € (Vorjahr: 318 Mio. €). Währungsbereinigt stieg der Konzernumsatz um 44 %. Positiv ist, dass das Wachstum erneut von allen Branchen getragen wurde. Als Haupttreiber der interessanten Entwicklung erweist sich die starke Nachfrage nach ABF-Substraten, die durch die zusätzlichen Kapazitäten in Chongqing China besser bedient werden kann. Das EBITDA stieg um 196 % von 46 Mio. € auf 137 Mio. €, wobei die Ergebnisverbesserung vor allem auf den höheren Konzernumsatz zurückzuführen ist. Wechselkursschwankungen des US-Dollars und des chinesischen Renminbi wirkten sich mit 32 Millionen Euro positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Anlaufkosten in Chongqing und Kulim Malaysia sowie in Leoben Österreich haben zu höheren Material-, Transport- und Energiekosten geführt. Negative Auswirkungen auf den Gewinn. Bereinigt um Anlaufkosten betrug das EBITDA 145 Mio. € (51 Mio. € Vj), was einem Wachstum von 183 % entspricht. Ohne Währungseffekte wäre das bereinigte EBITDA um 120 % gewachsen. Die EBITDA-Marge lag bei 27,3 % (bereinigte Startup-EBITDA-Marge: 28,8 %) und damit deutlich über dem Vorjahresniveau von 14,6 % (bereinigte Startup-EBITDA-Marge: 16,1 %). Das EBIT stieg von 0,4 Mio. € auf 73 Mio. €. Die EBIT-Marge betrug 14,5 % (Vorjahr: 0,1 %). Der Jahresüberschuss stieg von 5 Mio. € auf 96 Mio. €, die kürzlich aktualisierte Prognose wurde bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2022/23 prognostiziert AT&S einen Umsatz von rund 2,2 Mrd. € (GJ 2021/22: 1,6 Mrd. €). Unter Berücksichtigung der Effekte von rund 75 Mio. € aus der Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten in Kulim, Leoben und Chongqing wird die bereinigte EBITDA-Marge voraussichtlich zwischen 27 % und 30 % liegen. Auch die mittelfristigen Ziele wurden bestätigt.
Q1/2022-23: Umsatz: 503 Mio. € (Vj. 318), EBITDA: 137 Mio. € (Vj. 126e) EBIT: 73 Mio. € (Vj. -0,4), Konzernergebnis: 96 Mio. € (Vj. -5)

(02.08.2022)

BSN.podcast


Christian Drästel: Wiener Börse-Chat

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