ATP Montreal: Ohne Zverev, Thiem & Co

Deutschsprachige Anfänger sucht man im Hauptfeld des ATP-Masters-1000-Events in Montreal vergebens. Aber die traurige Wahrheit Dominik TimUnd die Alexander Zverev Und die Roger Federer Fehlt in der ATP-Runde.

von Michael Rochedel

Zuletzt geändert: 06.08.2022, 19:06

Dominic Thiem und Alexander Zverev werden Montreal fehlen
Dominic Thiem und Alexander Zverev werden Montreal fehlen

Stan Wawrinka ist der einzige, der die Flagge beim ATP-Masters-1000-Event für das Alpendreieck Österreich, Deutschland, Schweiz trägt. Besteht die Sympathie eines Slasher-Tennis-Fans allerdings nur aus seiner Muttersprache, dann sollte der dreifache Grand-Slam-Champion streng genommen gar nicht auf dieser Liste stehen. Denn: Stan Wawrinka wurde in der Westschweiz, genauer gesagt in Lausanne, geboren.

Deutsche und österreichische Anfänger sucht man hingegen im Hauptfeld der Hartplatzklassiker in Montreal vergeblich. Dominic Thiem nimmt sich derzeit noch ein paar Tage Zeit, um auf den Hartplätzen anzutreten. Auf der anderen Seite leidet Alexander Zverev immer noch an einer Fußverletzung, die sich der Hamburger im Halbfinale der French Open am Ende des dritten Satzes gegen Rafael Nadal zugezogen hat.

Altmaier und Hessler in der Rehabilitation

Und ansonsten? Für deutschsprachige Tennisfans scheint es traurig zu sein, auf dem großen Tennisplatz zu stehen. Oscar Otti, immerhin die aktuelle Nummer 41 der Welt, fällt nach einer Knieoperation noch aus, hofft aber auf eine Rückkehr zu den US Open, wie der Deutsche kürzlich in einem Interview gab www.tennisnet.com erklärt. Daniel Altmaier, der nächste DTB-Mann, folgt erst in der Weltrangliste auf Platz 79. Der 23-Jährige bahnt sich immerhin seinen Weg durch die Playoffs in Montreal.

Auch dort wird sich Altmaier auf Platz 79 der Weltrangliste fast ausschließlich mit seinem Trainerteam in seiner Muttersprache unterhalten können. Aber es ist das einzige Prinzip aus Deutschland oder Österreich. Der Alpenrepublik fehlt derzeit einfach ein Spieler mit einer ordentlichen Platzierung, um am größten Geschehen teilnehmen zu können: Mit Platz 137 ist der Überraschungsmann aus Kitzbühel, Filip Misolic, aktuell die Nummer eins des Landes. Mit dieser Platzierung ist es aber (noch) kein Thema für eine Meisterschaft in der ATP-Masters-1000-Klasse.

Die Hoffnungen ruhen auf Tim, Zverev und Federer

Mark-Andrea Heusler konnte am Frühstückstisch nur mit Altmaier, dem in Zürich geborenen und deutschsprachigen Schweizer, plaudern. Reine Muttersprache ist natürlich überhaupt nicht relevant, aber das ATP-Masters-1000-Event in Montreal zeigt deutlich: Das deutschsprachige Tennis braucht noch viele gute Jahre von Alexander Zverev und Dominic Thiem und ein erfolgreiches Comeback sowie einen verschobenen Rücktritt von Roger Federer wäre alles andere als entfremdet.

Gut, dass es das noch einige Zeit geben wird. Nach der ersten schweren Verletzung seiner Karriere wird Alexander Zverev in wenigen Wochen, immer noch 25 Jahre alt, wieder auf der ATP-Tour sein. Und auf jeden Fall sehr motiviert. Dominic Thiem hat die erste (und zweifelsohne die schwierigste) Etappe seines Comeback-Weges bereits absolviert und uns vor allem in Gstaad und Bastad Lust auf mehr gemacht. Roger Federer ist Roger Federer. Auch im Alter von 40, 41 Jahren. ein Punkt.

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