Aktien Wen Fazit: ATX verliert kräftig | Newsletter

WIEN (dpa-AFX) – Auch die Wiener Börse hat am Donnerstag deutlich tiefer geschlossen. Der ATX verlor 2,89 Prozent auf 2.915,44 Punkte, nachdem er am Mittwoch bereits 2,2 Prozent verloren hatte. Auch an den europäischen Leitbörsen überwogen negative Signale.

International belasteten Sorgen über eine deutliche konjunkturelle Abschwächung die Aktienkurse. US-Notenbankchef Jerome Powell hat bereits am Mittwoch die Möglichkeit einer Rezession eingeräumt. So etwas zu vermeiden, sei “sehr schwierig”. Hintergrund ist der erbitterte Kampf vieler Notenbanken gegen die hohe Inflation.

Am Donnerstag waren die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone deutlich enttäuschend und schürten zudem Rezessionsängste. Die S&P Global Purchasing Managers’ Indizes fielen im Juni stark und fielen auf den niedrigsten Stand seit fast anderthalb Jahren. Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global, kommentierte, dass das Wirtschaftswachstum an Fahrt verliert.

Am heimischen Aktienmarkt sind schwergewichtige Bankaktien massiv unter Verkaufsdruck geraten. Die Erste Group (Erste Group Bank) wurde um 6,5 Prozent billiger und die BAWAG verlor ebenfalls einen Höchststand von 6,1 Prozent. Ein massives Minus von 5,2 Prozent mussten die Aktionäre der Raiffeisen Bank International (Raiffeisen) hinnehmen.

Neben anderen Schwergewichten fiel die voestalpine nach dem Wirtschaftseinbruch am Mittwoch um weitere sechs Prozent. Am Vortag gaben die Aktien des sehr schwachen europäischen Stahlsektors um beachtliche 13 Prozent nach.

Auch Polytec (minus 6,7 %), Vienna Insurance Group (minus 4,4 %) und Wienerberger (minus 3,7 %) verzeichneten nennenswerte Verluste.

Auf der anderen Seite gab es Preisgewinne für lokale Stromunternehmen. Die Aktien von EVN und Verbund stiegen um ein bzw. 1,4 Prozent.

Die Porr-Aktie verlor 8,8 Prozent, optisch sehr stark. Allerdings werden die Aktien des Baukonzerns ohne Dividende gehandelt.

Die Rosenbauer Aktie legte leicht um 0,3 Prozent zu. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster hat die US-Tochter Rosenbauer America vollständig übernommen, wurde am Morgen bekannt gegeben.

Die Warimpex-Aktie fiel um 3,9 Prozent auf 0,84 Euro. Die Analysten der Erste Group haben das Kursziel für die Aktie des Immobilienunternehmens von 1,75 Euro auf 1,30 Euro nach unten korrigiert. Kaufempfehlung bestätigt./ste/sto/APA/ngu

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