Affenpocken: Die USA erklären den nationalen Notstand

Stand: 05.08.2022 07:50 Uhr

Mittlerweile gibt es in den USA etwa 6.600 Fälle von Affenpocken – auch Kinder sind betroffen. Die Regierung hat nun den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Menschen aufgefordert, das Virus ernst zu nehmen.

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat wegen des Ausbruchs von Affenpocken einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Der Schritt zielt unter anderem darauf ab, Bundesmittel zur Bekämpfung des Virus freizugeben.

„Wir sind bereit, unsere Reaktion auf dieses Virus auf die nächste Stufe zu heben, und wir fordern jeden Amerikaner auf, Affenpocken ernst zu nehmen und Verantwortung dafür zu übernehmen, uns bei der Bekämpfung dieses Virus zu helfen“, sagte US-Gesundheitsminister Xavier Becerra.

Außerordentliche internationale Verbreitung

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Affenpocken hat die Weltgesundheitsorganisation die höchste Alarmstufe seit fast zwei Wochen ausgerufen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, der Ausbruch sei ein „Notfall von internationaler Bedeutung“.

Die internationale Ausbreitung von Infektionskrankheiten ist ungewöhnlich. Bisher beschränkt es sich hauptsächlich auf sechs afrikanische Länder.

Bestätigte Fälle bei Kindern

In den USA gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen etwa 6.600 Fälle. Besera sagte, dass den Menschen im Land etwa 1,1 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung gestellt werden. Es wurde angekündigt, dass die Testkapazität auf 80.000 pro Woche steigen würde.

Einzelne US-Bundesstaaten und Großstädte wie der Bundesstaat New York und San Francisco hatten zuvor den Notstand ausgerufen und um Bundeshilfe gebeten.

Derzeit konzentriert sich der Ausbruch hauptsächlich auf Männer, die Sex mit Männern haben. In den USA wurden nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention der US-Gesundheitsbehörde jedoch bereits Infektionsfälle bei Kindern bestätigt.

In der Regel verläuft die Krankheit nicht tödlich

Eine Affenpockeninfektion kann einen Ausschlag, geschwollene Lymphknoten, Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen verursachen. In der Regel ist die Krankheit nicht tödlich, aber die ersten beiden europäischen am vergangenen Freitag und Samstag Todesfälle in Spanien bekannt.

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